Schlechtestes Ergebnis für Schwarz-Gelb seit 2006
Reuters | 1. April 2010 — Berlin (Reuters) - Die schwarz-gelbe Koalition sinkt in der Wählergunst immer tiefer: Im ARD-Deutschlandtrend kommen Union und …
Berlin (Reuters) - Die Union hat sich einer Umfrage zufolge in der Wählergunst leicht erholt.
In der am Donnerstag veröffentlichten Sonntagsfrage des ARD-DeutschlandTrends gewinnt sie zum Vormonat einen Punkt hinzu und erreicht 32 Prozent. Die CDU kommt dabei auf 25,5 Prozent, die CSU auf 6,5 Prozent. Die SPD verliert einen Punkt und erreicht 30 Prozent. Die FDP kommt unverändert auf fünf Prozent. Die Grünen liegen unverändert bei 17 Prozent. Die Linke erreicht unverändert zehn Prozent. Für die Sonntagsfrage im Auftrag der ARD-Tagesthemen hat das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap von Montag bis Mittwoch 2006 Wahlberechtigte bundesweit befragt.
Die Unzufriedenheit mit der schwarz-gelben Bundesregierung ist danach unverändert hoch. Nur 18 Prozent der Deutschen sind mit der Arbeit der schwarz-gelben Koalition zufrieden (plus zwei Punkte). 81 Prozent der Deutschen sind unzufrieden mit der Arbeit von Schwarz-Gelb (minus zwei Punkte). Von den Unzufriedenen geben 86 Prozent als Grund für ihre Unzufriedenheit an, dass "nicht erkennbar ist, was diese Regierung eigentlich will". 81 Prozent der Unzufriedenen nennen als Grund, dass "die Bundesregierung sich nicht um die Interessen der kleinen Leute kümmert". 79 Prozent der Unzufriedenen geben als Grund für ihre Unzufriedenheit an, dass "die Bundesregierung mit den gegenwärtigen Problemen überfordert ist", 77 Prozent, dass "es zuviel Streit in der Bundesregierung gibt", 68 Prozent, dass "in der Regierung überzeugende Persönlichkeiten fehlen" und 55 Prozent, dass "sich die Regierung zu sehr um die Interessen der Wirtschaft kümmert". Jeder zweite mit der Bundesregierung unzufriedene Deutsche nennt als Grund für seine Unzufriedenheit, dass er "von der Bundeskanzlerin enttäuscht" ist.
An der Spitze der Beliebtheitsliste liegt weiterhin Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg. Mit seiner Arbeit sind 65 Prozent der Deutschen zufrieden (minus 6 Punkte gegenüber dem Vormonat). Auf Platz zwei folgt SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier mit einer Zustimmung von 55 Prozent (plus zwei Punkte im Vergleich zum Juli). Steinmeier löst damit Arbeitsministerin Ursula von der Leyen ab, die mit einer Zustimmung von 53 Prozent auf Platz drei liegt. Bundeskanzlerin Angela Merkel kann mit einer Zustimmung von 48 Prozent im Vergleich zum Vormonat Boden gut machen (plus sieben Punkte) und belegt hinter Finanzminister Wolfgang Schäuble (49 Prozent Zustimmung, minus vier Punkte gegenüber dem Vormonat) den fünften Platz. Schlusslicht der abgefragten Politiker ist Außenminister Guido Westerwelle mit einer Zustimmung von 19 Prozent. Dies sind drei Punkte weniger im Vergleich zum Vormonat und der schlechteste Wert, der je für ihn im ARD-DeutschlandTrend gemessen wurde.
Erschienen 3. September 2010 bei http://www.reuters.com.
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