Steuerreform aus zwei Teilen wird immer wahrscheinlicher
Reuters | 21. April 2010 — Berlin (Reuters) - Eine Aufspaltung der Steuerreform in Vereinfachungen und Entlastungen wird immer wahrscheinlicher. Ihre Pa…
Berlin (Reuters) - Die Union hält an ihrem Wahl-Versprechen nach Steuerentlastungen fest, lässt den Umfang aber weiter offen.
Strukturveränderungen im Steuerrecht seien ohne Entlastungen nicht sinnvoll, sagte CSU-Landesgruppenchef Hans-Peter Friedrich am Dienstag in Berlin. "Wenn Sie vereinfachen, ist es immer gut, ein Entlastungsvolumen zu haben." In welchen Zeiträumen und in welcher Größenordnung dies möglich sei, sei abhängig vom Steueraufkommen, von der Entwicklung am Arbeitsmarkt und in den Sozialsystemen wie auch von der Konjunktur. Friedrich widersprach damit einem Zeitungsbericht, nach dem die Union in dieser Legislaturperiode nur noch eine Steuervereinfachung, aber keine Senkung der Sätze mehr plane. Auch aus Regierungskreisen hieß es, es gebe keine Änderung an den Plänen, die Steuern in dieser Wahlperiode zu senken und zu vereinfachen.
Auch der parlamentarische Geschäftsführer der Unions-Fraktion, Peter Altmaier, widersprach dem Bericht. "Mir ist nicht bekannt, dass die Unionsfraktion einen Gesetzentwurf zur Steuervereinfachung plant." Gesetzentwürfe würden in der Koalition ohnehin nur zusammen mit dem Koalitionspartner FDP vorgelegt, betonte Altmaier, der damit faktisch einen Alleingang der Union ausschloss. "Im Koalitionsausschuss waren die Steuern am Dienstag morgen ebenfalls kein Thema, da man sich im Verfahren einig ist." Zur Zeit stehe keine Entscheidung an. Zunächst wolle man die Zahlen der Steuerschätzung Anfang Mai abwarten.
Unverständnis äußerte Friedrich zu Äußerungen von Ökonomen, wonach Steuersenkungen kaum Wirkung hätten. Bislang sei nicht bestritten worden, dass Entlastungen Impulse mit sich brächten. Friedrich wie Altmaier lobten, die FDP habe mit ihrem Steuerkonzept einen Schritt in die richtige Richtung gemacht. "Insofern sind wir da auch in der Koalition auf einem guten Weg."
In ihrem Steuerkonzept pochen die Liberalen konkret auf eine Entlastung von 16 Milliarden Euro ab 2012, wobei die volle Wirkung bis zum Ende der Legislaturperiode im Jahr 2013 erreicht sein soll. Dazu soll ein Steuertarif aus fünf Stufen eingeführt werden. Zur Finanzierung sollen Ausnahmen im Steuerrecht und Pauschalen gestrichen werden. Am Montag hatte die FDP Schäuble aufgefordert, rasch Vorschläge für Steuervereinfachungen vorzulegen, damit diese schon 2011 umgesetzt werden könnten.
Erschienen 20. April 2010 bei http://www.reuters.com.
Reuters | 21. April 2010 — Berlin (Reuters) - Eine Aufspaltung der Steuerreform in Vereinfachungen und Entlastungen wird immer wahrscheinlicher. Ihre Pa…
Reuters | 21. April 2010 — Berlin (Reuters) - Union und FDP erwägen einem Zeitungsbericht zufolge eine Aufspaltung der im Koalitionsvertrag vereinbarten …
Reuters | 23. April 2010 — Berlin/Köln (Reuters) - Bundeskanzlerin Angela Merkel lässt den Zeitpunkt von Steuerentlastungen offen. Zunächst einmal stehe…
Reuters | 19. April 2010 — Berlin (Reuters) - Die FDP hält ungeachtet der Kritik von Finanzminister Wolfgang Schäuble an ihren Plänen für eine steuerliche…
Reuters | 23. Februar 2011 — Berlin (Reuters) - Die Koalition will noch vor der nächsten Bundestagswahl die Steuern senken. Es gehe darum, in dieser Legis…
Reuters | 26. Oktober 2010 — Berlin (Reuters) - Ein Vorstoß des FDP-Wirtschaftsexperten Paul Friedhoff zur Anhebung der Alkoholsteuer stößt in der Koalition…
Reuters | 6. Januar 2010 — Berlin (Reuters) - Finanzpolitiker der Union haben vor den traditionellen Parteitreffen von CSU und FDP weitere Steuersenkungen…
Reuters | 18. Januar 2011 — Berlin (Reuters) - Die Koalition will ihren Streit in der Steuerpolitik und bei der Vorratsdatenspeicherung möglichst rasch bee…
Reuters | 20. April 2010 — Berlin (Reuters) - Die Bundesregierung will sich im Streit um Flugverbote ausschließlich an den Empfehlungen der Experten orien…
Reuters | 2. März 2011 — Berlin (Reuters) - Für die Nachfolge des zurückgetretenen Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) sieht die CSU…