Politiker wollen Millionenboni für Investmentbanker verhindern
Reuters | 12. Februar 2009 — Berlin (Reuters) - In der Regierungskoalition regt sich Widerstand gegen Bonus-Forderungen von Investmentbankern der Dresdner B…
Es entsteht der Eindruck, dass in der Banker-Szene das schnelle Zugreifen auf Abfindungen trotz Misswirtschaft zum Sport geworden ist, so nach dem Motto: Je schlechter die Arbeit, desto höher der Abfindungdwunsch. Nur wundert ein wenig, wie leicht offenbar noch diesen Wünschen dann auch tatsächlich entsprochen wird, so dass sich zumindest die Frage stellt, ob diese Vorgehensweise nur unanständig ist. Die Spitzenmanager der Dresdner Bank haben ungeachtet eines Milliardenverlusts mehr verdient als die Vorstände aller anderen deutschen Kreditinstitute. Den neun Vorstandsmitgliedern wurden 2008 rund 58 Millionen Euro überwiesen und damit doppelt so viel wie im Jahr davor. Dies geht aus dem Geschäftsbericht der Dresdner Bank hervor, die mittlerweile von der Commerzbank übernommen wurde. Trotz des Konzernverluste von 6,3 Milliarden Euro im vergangenen Jahr gehörte der Vorstand der Dresdner Bank damit zu den Spitzenverdienern im europäischen Bankensektor.
24 der 58 Millionen Euro entfielen auf Abfindungen. Die höchste erhielt mit fast acht Millionen Euro der Leiter Investmentbank Dresdner Kleinwort, Stefan Jentzsch. Vorstandschef Herbert Walter bekam 3,6 Millionen Euro. Die Commerzbank beschäftigt keinen der neun Spitzenmanager nach der Übernahme weiter. Ein Sprecher von Jentzsch sagte, dieser habe den Konzern nach der Übernahme nicht freiwillig verlassen und die Commerzbank habe entschieden, die Abfindung zu bezahlen.
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» Vollständiger ArtikelErschienen 28. März 2009 auf http://strafprozess.blogspot.com.
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