UN-Weltgipfel: Schulbesuchsrate vom Millenniumsziel weit entfernt
am 15.09.2005 von Menschenrechte
100 Millionen Kinder weltweit ohne Grundschulausbildung mehr Mädchen als Jungen betroffen
Weltweit mangelt es Millionen von Kindern an jeglicher Schulbildung. Viele soziale und wirtschaftliche Barrieren würden verhindern, dass mehr Mädchen und Jungen eine Grundausbildung erhalten, erklärte Human Rights Watch in einem anlässlich des UN-Weltgipfels veröffentlichten Bericht.
Untersuchungen von Human Rights Watch in mehr als 20 Ländern ergaben, dass unter anderem Schulgebühren und sonstige Ausbildungskosten, die weltweite HIV/AIDS Epidemie, Diskriminierung und Gewalt ungefähr 100 Millionen Kinder von der Schule fernhalten, von denen die Mehrheit Mädchen sind. Der 60-seitige Bericht: Failing Our Children: Barriers to the Right to Education (Unsere Kinder im Stich lassen: Barrieren für das Recht auf Bildung) basiert auf Interviews mit Hunderten von Kindern aus allen Teilen der Welt.
Am 14. September treffen sich rund 170 Regierungschefs bei den Vereinten Nationen in New York, unter anderem um die Fortschritte der Millenniumsziele, die im Jahr 2000 beschlossen wurden, zu beurteilen. Eines der acht Ziele ist es, sicherzustellen, dass bis zum Jahre 2015 jedes Kind die Grundschule besucht und abschließt.
Schulausbildung ist für jedes Kind ein elementares Menschenrecht und außerdem unerlässlich für die weltweite Entwicklung, sagte Jo Becker, Direktor der Abteilung für Kinderrechte bei Human Rights Watch. Ausbildung durchbricht den von Generation auf Generation übertragenen Kreislauf der Armut, schützt Kinder vor Ausbeutung und verbessert deren Überlebenschancen.
Schulgebühren und zugehörige Kosten für Bücher, Uniformen und Schultransport zwingen laut Human Rights Watch viele Kinder dazu, die Schule vorzeitig zu verlassen, mit der Ausbildung später zu …
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