Chinesischer Proxy: Surfen wie in China
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Während der Ming Dynastie (14.–17. Jahrhundert) bauten die Chinesen das größte Befestigungswerk der Erde mit einer Gesamtlänge von 7200 km. Seit einigen Jahren feilt die chinesische Regierung mit der Unterstützung westlicher Suchmaschinenbetreiber am Aufbau einer undurchlässigen Internetzensur, auch sog. Great Firewall of China genannt, die nun im Rahmen der Olymischen Spiele weltweit Aufsehen erregt. Da das Internet über Kabel oder per Satellit verbreitet wird, kann die chinesische Mauer im Internet jedoch nur durch effiziente Schranken an den Übergangspunkten, sog. Gateways, errichtet werden. Chinesische Zensurwächter durchsuchen das Internet nach Begriffen wie “Demokratie” und setzen es auf die Sperrliste oder sperren direkt ganze Websites wie “google.com” oder “tagesschau.de”. Wenn nun von einem chinesischen Computer eine Anfrage bspw. zum Aufruf der Seite der Tagesschau gesendet wird, erkennt der chinesische Gateway diese Anfrage, gleicht sie mit der Sperrliste ab und blockt daraufhin automatisch die gewünschte Internetpräsenz.
Diese Great Firewall kann grundsätzlich umgangen werden, wenn es gelingt die Anfragen an den Gateway zu verschlüsseln. Der Gateway erkennt dann nicht mehr, welchen Inhalt die Anfrage hat und kann sie nicht blocken. Dazu gibt es drei Möglichkeiten.
Erstes bekanntes Mittel ist die Verwendung eines Proxys. Ein Proxy ist ein Computer, zu dem eine verschlüsselte Verbindung aufgebaut wird. Der Proxy leitet die Anfragen des Nutzer Computers an das Internet weiter. Aus der Sicht des Internets ist stammt die Anfrage vom Proxy, der Nutzer selbst ist verschleiert. Die Zensoren können zwar den Zugang zu solchen Vermittlungscomputern sperren. Daher ist es wichtig stets aktuelle Listen über freie Proxys bereit zu haben. Auch für den technisch nicht versierten Internetnutzer ist die Einrichtung eines Proxys leicht umsetzbar.
EIne weitere Möglichkeit bietet der Einsatz von virtuellen privaten Netzwerken (VPN). Dazu wird zwischen dem eigenen Computer und dem sog. Endpunkt ein verschlüsselter Tunnel errichtet. Alle Anfragen durch diesen Tunnel werden verschlüsselt und sind von außen nicht einsehbar und damit nicht zensierbar. Häufig kommen VPN zum Zuge, wenn Mitarbeitern im Außendienst ein sicherer Zugang von Laptops durch das Internet getunnelt ins Unternehmensnetzwerk ermöglicht werden soll, bspw. um den sicheren Zugriff auf Datenbanken freizugeben. Für diese Methode hat sich auch der deutsche Olympische Sportbund entschieden, um für das Olympische Komitee und Journalisten freien Internetzugang bereit zu halten, der von China offiziell verweigert wird.
Die dritte bekannte Methode ist die Verwendung von Anonymisierungsdiensten. Dabei wird die Internetkommunikation durch eine unb…
» Vollständiger ArtikelErschienen 11. August 2008 auf http://www.for-net.info/for-net-blog/.
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Erfahren Sie mehr über Chinesische Mauer in Meyers Lexikon online.
Unter einem Gateway (GW) versteht man die Hard- und Software, um verschiedene Netze miteinander zu verbinden oder an andere Netze durch Protokollumsetzung anzuschlie�en
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Proxy hei�t Bevollm�chtigter oder Stellvertreter. Ein Proxy-Server erm�glicht Systemen, die keinen direkten Zugang zum Internet haben, den indirekten Zugang zum Netz
Die Bezeichnung Virtual Private Network (VPN) wird in mehreren Bedeutungen verwendet. Ganz allgemein spricht man von einem VPN, wenn innerhalb eines �ffentlichen Netzes kundenspezifische logische Teilnetze gebildet werden