Union und FDP derzeit ohne Mehrheit
Reuters | 8. Mai 2009 — Berlin (Reuters) - Bei einer Bundestagswahl hätte das bürgerliche Lager aus Union und FDP einer Umfrage zufolge derzeit keine M…
Berlin (Reuters) - Die Pläne der Bundesregierung zur Stützung der Konjunktur finden breite Unterstützung bei den Wählern.
Nach dem am Freitag veröffentlichten ZDF-Politbarometer halten 64 Prozent solche Maßnahmen für notwendig, darunter die Mehrheit in allen parteipolitischen Lagern. 68 Prozent der Befragten rechnen damit, dass als Folge der Finanzkrise die Arbeitslosigkeit in Deutschland steigen wird.
Auch das bereits verabschiedete 500-Milliarden-Euro-Rettungspaket für die Finanzbranche wird der Umfrage zufolge überwiegend unterstützt: 61 der Befragten befürworten es, 29 Prozent lehnen es ab. Am stärksten (74 Prozent) ist die Zustimmung unter den Anhängern der Unionsparteien, am geringsten (56 Prozent) bei denen der Linkspartei. Allerdings glauben nur 51 Prozent, dass mit dem Paket die Bankenkrise überwunden werden kann, während 40 Prozent dies bezweifeln.
Der SPD ist es bislang nicht gelungen, sich als kompetente Krisenmanagerin der Finanzmarktkrise zu profilieren: Mit elf Prozent landet sie bei diesem Thema abgeschlagen hinter der Union, die auf 32 Prozent kommt. In der Bildungspolitik bleibt dagegen die Union (23 Prozent) ungeachtet des von Bundeskanzlerin Angela Merkel initiierten Bildungsgipfels in Dresden etwas hinter den Sozialdemokraten (25 Prozent zurück) zurück. Auf deutliche Ablehnung stößt die von der Union befürwortete Einführung von Studiengebühren: 64 Prozent halten sie für falsch und nur 32 Prozent für richtig.
Wenig Bewegung sehen die Meingungsforscher bei der Frage, wie die Parteien derzeit bei einer Wahl abschneiden würden: Jeweils unverändert kämen demnach CDU/CSU auf 38 Prozent, SPD auf 25 Prozent und FDP auf elf Prozent der Stimmen. Die Linke müsste einen Punkt auf elf Prozent abgeben, während die Grünen einen Punkt auf neun Prozent zulegen könnte.
Für die repräsentative Umfrage hatte die Forschungsgruppe Wahlen von Dienstag bis Donnerstag 1327 Interviews mit zufällig ausgewählten Wahlberechtigten geführt.
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