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Turkmenistan: Muradova offensichtlich an Folgen von Folter gestorben

am 23.09.2006 von Menschenrechte

Wieder ist eine Journalistin durch Folter in einem Gefängnis gestorben. Reporter ohne Grenzen berichtet über die Umstände des Todes der Journalistin Ogulsapar Muradova.


Der am 14. September bekannt gewordene Tod der der Journalistin und Menschenrechtsaktivistin Ogulsapar Muradova war offenbar die Folge von Folter. Zudem weisen neue Informationen darauf hin, dass sie mindestens vier Tage vorher, am 10. September, ums Leben kam.

Die 58-jährige Korrespondentin von „Radio Free Europe/Radio Liberty“ in Turkmenistan starb im berüchtigten Hochsicherheitsgefängnis Ovodan Depe. Eine Recherche der „Deutschen Welle“ hat ergeben, dass Muradovas Körper „charakteristische Würgemale aufweist“ und dass ihr Leichnam bereits in der Nacht des 10. September zum Leichenschauhaus Ashgabat gebracht wurde. Demnach war Muradova mindestens vier Tage tot, bevor die turkmenische Polizei deren Familie verständigte.
Eine Autopsie wurde am 12. September in Gegenwart der Polizei durchgeführt. Die Quelle der „Deutschen Welle“ berichtet, dass Muradova eine große Wunde am Kopf gehabt und innere Blutungen an Leber und Niere erlitten habe. Ihren Tod verursachten wahrscheinlich Schläge auf den Hinterkopf, die sie sieben bis zehn Tage bevor sie starb erleiden musste. Diese Untersuchungsergebnisse wurden in einem offiziellen Dokument festgehalten, das die Polizei aber nachträglich geändert haben könnte. Ein Angehöriger Muradovas berichtete, sie habe sich während ihrer Haft aus dem Gefängnis gemeldet und erklärt, …

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