Trittin: Grüne Regierungsbeteiligung in NRW nur bei Atomausstieg

Berlin (Reuters) - Der Fraktionschef der Grünen im Bundestag, Jürgen Trittin, hat eine Regierungsbeteiligung seiner Partei in Nordrhein-Westfalen an den Ausstieg aus der Atomkraft geknüpft.

"Mit den Grünen gibt es Bündnisse nur beim Festhalten am Atomausstieg und beim Verzicht auf neue Kohlekraftwerke", sagte Trittin am Montag in der ARD.

Sechs Wochen vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen haben sich die dortigen Grünen offen für eine Koalition mit der CDU gezeigt. "Wenn es für Rot-Grün nicht reicht, ist Schwarz-Grün eine mögliche Zweitoption", sagte die Grünen-Spitzenkandidatin Sylvia Löhrmann dem Magazin "Focus". Die CDU müsse dafür den Grünen aber in zentralen Fragen wie der Bildungs- und Energiepolitik deutlich entgegenkommen.

Überlegungen in der Union, die Laufzeit bestehender Atomkraftwerke zu verlängern, erteilte Trittin eine Absage. Was die Union beschlossen habe, leide unter einem Denkfehler: "Wenn man Laufzeiten verlängern will, reicht eine Mehrheit im Bundestag nicht aus", sagte Trittin. Nötig sei dafür auch eine Mehrheit für Schwarz-Gelb im Bundesrat. Die wackelt allerdings. Nach jüngsten Umfragen können CDU und FDP in Düsseldorf nicht allein weiterregieren, damit wäre aber auch die Mehrheit von Schwarz-Gelb in der Länderkammer verloren.

"Es wird mit grünen Landesregierungen keine Zustimmung zu irgendeiner Form von Laufzeitverlängerung geben", betonte Trittin. Die Grünen regieren zusammen mit der CDU in Hamburg sowie mit CDU und FDP im Saarland.



Quelle: Reuters (29. März 2010)

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Themen: Berlin , Germany , Bundestag , Hamburg , Western Europe , Europe , German General News , Domestic Politics , Central And Eastern Europe , Saarland , Sylvia , Fdp , Elections , General News , Atomkraft , Coal , Energy And Resources , Nuclear Power , Politics International Affairs And Law

Erschienen 29. März 2010 bei http://www.reuters.com.

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