Trauerfeier für getöteten Soldaten am Montag in Zweibrücken

Berlin (Reuters) - Mit einer Trauerfeier in Zweibrücken gedenkt die Bundeswehr am Montag des bei einem Anschlag in Afghanistan getöteten deutschen Soldaten. Verteidigungsminister Franz Josef Jung und Generalinspekteur Wolfgang Schneiderhan würden an der Zeremonie in der Heilig-Kreuz-Kirche teilnehmen, kündigte das Verteidigungsministerium am Freitag in Berlin an. Der 29-jährige Hauptfeldwebel war am Mittwoch nahe der nordafghanischen Stadt Kundus getötet worden.

Sein Leichnam soll am Samstag nach Deutschland überführt werden. Mit dem gleichen Flug sollen auch die drei Soldaten in Köln landen, die bei dem Anschlag verletzt wurden. Alle vier Soldaten gehören einem Fallschirmjägerbataillon im rheinland-pfälzischen Zweibrücken an.



Quelle: Reuters (29. August 2008)

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Themen: Deutschland , Berlin , Soldaten , Afghanistan , Bundeswehr , Flug , Franz Josef Jung

Erschienen 29. August 2008 bei http://www.reuters.com.

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Kommentare zu "Trauerfeier für getöteten Soldaten am Montag in Zweibrücken":

6. September 2008 von Gerhard Nelson — Nach dem Trauergottesdienst eines ermordeten Soldaten am 27.08.2008 erschien im Netzwerk unter http://www.bamm.de ein empörtes Plakat.
Abgebildet ist, wie ein Soldat zu Grabe getragen wird.

Der Schriftzug lautet:

Die Bundeswehr auf dem richtigen Weg
Schritt zur Abrüstung
Wieder einer weniger.
Wir begrüßen diese konkrete Maßnahme, den Umfang der Bundeswehr nach und nach zu reduzieren.

Mit diesen Worten befürwortet die so genannte Friedensaktivist „BamM“, den Tod eines Menschen um sich selber an ihre Ziele zu bereichern.
Der Begriff "Friedensaktivist" ist selbstverständlich in diesem Zusammenhang vollkommen deplaziert. Wer Terrorismus propagiert, kann per definitionem kein Friedensaktivist sein, auch wenn sich die Terrorismus-Befürworter bei vielen Gelegenheiten als solche gebärden und wenn sie auch immer wieder bei Demonstrationen auftauchen, die sich gegen die Kriegspolitik der USA und Israels wenden, und dort willkommen geheißen werden.
Es ist leider nichts Neues, dass viele Linke in Europa gerne Gruppen, Terroristen und Todesschwadronen in Nahost oder anderswo unterstützen, die zum rechts bis faschistischem, nationalistischem und/oder politisch-islamischem Lager gehören, Hauptsache, sie kämpfen gegen die USA und ihre Verbündeten. Dass die Menschen, Frauen, Arbeiter und Erwerbslosen vor Ort unter diesen Gruppen, deren Terror und deren brutaler Politik leiden müssen, interessiert diese "Linke" oder "Friedensfreunde" herzlich wenig. Da wird gerne vom "Selbstbestimmungsrecht der Völker" und "nationalem Widerstand" geredet, Hauptsache, keine Truppen der USA und ihrer Verbündeten sind in der Gegend, und was dann eine ethnische, nationale und/oder religiöse Bourgeoisie und Diktatur mit den Arbeitern, Erwerbslosen, Kindern, Frauen, Homosexuellen, Juden und Individuen, die frei denken und leben wollen, grausam und brutal anrichtet, fällt nach dieser Denkweise dann unter "Kultur" und nationales "Selbstbestimmungsrecht der Völker"...
Es geht um "Morde an Arbeiteraktivisten, Vergewaltigungen und Verschleppungen von Frauen", um Unterstützung für das "nationalistisch-völkische und/oder politisch-islamische Lager," um "Einschüchterungen, Unterdrückungen, ihre Geschlechterapartheid, Vergewaltigungen, Säureattentate ins Gesicht von Mädchen und Frauen, Verschleppungen, Morde, Hinrichtungen, Steinigungen, Diktaturen, Milizen, Spitzel, Folterungen und Bomben gegen Andersdenkende, Andersliebende, gegen die freiheitsliebenden Menschen in der Region", der Widerstand "steht für Reaktion, Brutalität und Unterdrückung".
Vor dem Hintergrund des erwähnten linken europäischen und nordatlantischen Kulturrelativismus werden Faschismus, religiöser Fanatismus, Nationalismus, Rassismus, Expansionismus, Folter, Mord und Krieg nur dann abgelehnt, wenn sie ihren Ursprung in westlichen Industrieländern haben und mit dem westlichen Imperialismus identifiziert werden können. Dieselben Phänomene werden glorifiziert, wenn sie außerhalb Europas und Nordamerikas entstehen und sich gegen den westlichen Imperialismus wenden und wenn es sich überwiegend um nicht-europäische Opfer handelt.
Auch wer sich ohne Gewalt für solche Ziele einsetzt, verdient keine Solidarität der Friedensbewegung, sondern muss bekämpft, nicht unterstützt werden. Es geht nicht nur um Mittel, sondern auch um Ziele.

Wir fordern alle Gruppen und Personen, welche die Kampagne „Wieder einer weniger“ unterstützen und vorantreiben, dazu auf, diese perverse Plakat sofort zu beenden!
Wir fordern „BamM“ auf, sich öffentlich, bei den verstorbenen Soldaten und ihren Hinterbliebenen zu entschuldigen.
Wir fordern alle freiheitsliebenden Menschen und Organisationen auf, öffentlich gegen diese Kampagne zu protestieren!

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