Trauerfeier für erstochene Ägypterin - Protest im Iran

Dresden/Teheran (Reuters) - Mehrere hundert Menschen haben am Samstag in Dresden einer im Gerichtsaal erstochenen Ägypterin gedacht.

Die Trauernden hielten Plakate mit Fotos der Getöteten und ihrem dreijährigen Kind in die Höhe. In der iranischen Hauptstadt Teheran demonstrierten rund 150 Jugendliche vor der deutschen Botschaft gegen die Tat.

Die 31-jährige schwangere Ägypterin war während einer Gerichtsverhandlung in Dresden vom Angeklagten in einem Berufungsprozess mit 18 Messerstichen getötet worden. Bei dem Angriff wurde auch ihr Mann lebensgefährlich verletzt. Die Frau war Zeugin in dem Verfahren. Der Täter war in erster Instanz wegen Beleidigung verurteilt worden. Er hatte nach Angaben der Staatsanwaltschaft die in der sächsischen Landeshauptstadt lebende Frau als "Islamistin", "Terroristin" und "Schlampe" verunglimpft, als sie ihn auf einem Spielplatz gebeten hatte, die Schaukel für ihren Sohn frei zu machen.

Der Tod der Frau hat in mehreren muslimischen Ländern Proteste ausgelöst, bei denen Deutschland Diskriminierung von Muslimen vorgeworfen wurde. Bei der Demonstration in Teheran am Samstag warfen Demonstranten Eier auf den Haupteingang der deutschen Botschaft und riefen: "Tod für Deutschland" und "Tod für Europa". Am Freitag war der deutsche Botschafter im Iran einbestellt worden, um den Protest der iranischen Führung entgegenzunehmen.



Quelle: Reuters (12. Juli 2009)

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Themen: Germany , Protest , Legislation , Western Europe , Europe , Diplomacy; International Relations , German General News , Crime; Law Enforcement , Domestic Politics , Judicial Processes/court Cases/court Decisions , Iran , Dresden , Proteste , Demonstration , Hauptstadt , Teheran , Angriff , Schwangere , Egypt , Middle East , Iran (islamic Republic Of) , Religion And Belief (extend Definition)

Erschienen 12. Juli 2009 bei http://www.reuters.com.

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