Versicherungsrecht: Hausratversicherung bei Wohnungswechsel
Anwaltskanzlei Ferner Alsdorf | 17. Mai 2008 — Von einer Hausratversicherung können auch Hausratgegenstände erfasst sein, die sich vorübergehend außerhalb der versicherten Wohnu…
Das OLG Karlsruhe (Urteil v. 20.09.2005, AZ 12 U 159/05) hat laut Beck-Aktuell ein Urteil gefällt, dass einigen Versicherungsnehmern Bauchschmerzen verursachen könnte. Im vorliegenden Fall war streitig, ob die Hausratversicherung des Klägers für einen behaupteten Einbruchsdiebstahlsschaden in Höhe von 46.900 Euro aufkommen müsste. Dies hat das OLG verneint, da ihrer Meinung nach der Kläger nicht ausreichend darlegen konnte, dass ein Einbruch wirklich stattgefunden hatte. Zwar habe es Spuren gegeben, diese waren aber nicht zwingend genug. Zitat aus der Beck-Aktuell-News: "Ein Versicherungsnehmer genüge seiner Beweislast für den behaupteten Einbruchdiebstahl bereits dann, wenn er einen Sachverhalt behaupte und beweise, der nach der Lebenserfahrung mit hinreichender Wahrscheinlichkeit darauf schließen lasse, dass die versicherte Sache in einer den Versicherungsbedingungen entsprechenden Art und Weise entwendet worden sei." Nach Ansicht des OLG hätten die vorgefundenen Spuren dafür nicht ausgereicht. Bei einem solchen Fall müsse der Kläger beweisen, dass die Türen verschlossen gewesen seien bzw. der Zugang sich nicht mit den Originalschlüsseln verschafft worden sei. Quelle: Beck-Aktuell Das Urteil des OLG verursacht bei mir ein Bauchgrimmen. Wie soll der Versicherungsnehmer zweifelsfrei beweisen, dass er die Türen verschlossen hatte, wenn der Einbrecher - ganz Profi - keine ausreichenden Aufbruchsspuren zurücklässt? Wie beweist man eine zurückliegende Standardhandlung (Abschließen der Tür), die einem so in Fleisch und Blut übergegangen ist, dass man sich oft noch nicht einmal daran erinnern kann? Schwierig! Und vor allem praktisch für die Versicherung.
Bitte beachten Sie: Dieser Artikel ist nicht mehr im Original verfügbar.Anwaltskanzlei Ferner Alsdorf | 17. Mai 2008 — Von einer Hausratversicherung können auch Hausratgegenstände erfasst sein, die sich vorübergehend außerhalb der versicherten Wohnu…
beck-blog | 10. März 2011 — Mal wieder ein kurzer Hinweis auf eine aktuelle BGH-Entscheidung (BGH, Urteil vom 09.03.2011 - VIII ZR 266/09 ) - hier die Me…
Jurabilis | 2. August 2005 — Normalerweise gelten für denjenigen, der bestohlen oder ausgeraubt wurde und den Schaden bei seiner Hausratsversicherung geltend m…
Kanzlei Finkenzeller & Kollegen | 29. Oktober 2008 — Es ist durchaus legitim, wenn eine Versicherung zunächst penibel prüft, wie der gemeldete Schaden genau entstanden ist. Behaupt…
beck-blog | 29. Juni 2011 — Nach § 5 Abs. 3 lit b. ARB 2000 hat der Rechtsschutzversicherer bei einer einverständlichen Erledigung der Rechtssache die Kost…
Jurabilis | 17. Juni 2010 — Bittere Entscheidung des BGH (Urteil vom 16.06.2010 - IV ZR 229/09): Ein Gastronomie-Versicherer muss nicht für Vandalismusschäd…
beck-blog | 28. März 2011 — Wieder einmal ein Hinweis auf eine aktuelle Entscheidungsbesprechung "für lau" aus dem beck-fachdienst Straßenverkehrsrecht -…
Mit Fug und Recht | 28. April 2010 — Ein oder mehrere unbekannte Täter kletterten auf nicht geklärte Weise die im ersten Stock belegene, zur Wohnung des Klägers geh…
Rechtblog | 1. Dezember 2005 — Die beck-aktuell-Redaktion berichtet von einem Urteil des LG München I. „Übersetzer belletristischer Texte können eine Beteil…
beck-blog | 24. November 2009 — Ein kurzer Hinweis auf Beck-Aktuell. Das AG München (AG München, Urteil vom 13.08.2009 - 223 C 6889/09) hat sich mit den Vers…
Internetangebot des Verlages C.H. Beck, München - : OLG Karlsruhe: Versicherter muss zumindest �u�eres Bild eines Einbruchs nachweisen