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Transrapid-Unglück: Leitstand und Zugführer sollen Schuld haben

am 04.10.2006 von http://www.strafblog.de

Die Staatsanwaltschaft Osnabrück hat laut rp-online heute die Ermittlungsergebnisse bezüglich des katastrophalen Transrapid-Unfalls vom 22.September, bei dem 23 Menschen ums Leben kamen und 10 verletzt wurden, bekannt gegeben. Danach habe menschliches Versagen der beiden Mitarbeiter im Leitstand und des unter den Toten befindlichen Zugführers zu dem fatalen Zusammenstoß mit einem Service-Fahrzeug geführt. Dies hätte die Auswertung der Unterlagen zum Betriebsablauf und des aufgezeichneten Funkverkehrs ergeben. Unmittelbar nach dem Unfall sei aus dem Leitstand die Festelllung auf Tonband festgehalten worden, es sei vergessen worden, das Sonderfahrzeug wegzurangieren. Unabhängig hiervon hätte der Zugführer nach den vorliegenden Erkenntnissen das Service-Fahrzeug aber frühzeitig sehen müssen. Insoweit treffe ihn eine erhebliche Mitschuld (die aber aufgrund seines Todes nicht mehr justiziabel ist).

Die beiden Mitarbeiter des Leitstandes konnten bislang immer noch nicht vernommen werden, da sie nach wie vor unter Schock stehen, heißt es in dem RP-Beitrag. Auf sie wird wohl ein Verfahren wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperveletzung in einer Vielzahl von Fällen zukommen.

Autor: RA Rainer Pohlen

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