Toter Radfahrer
am 27.08.2007 von http://www.kanzlei-hoenig.info
Ein 23-Jähriger aus Charlottenburg, der am Freitag, den 17. August in Mitte mit einem Taxi zusammengestoßen war, ist heute in einem Krankenhaus seinen schweren Verletzungen erlegen.
Wie berichtet war der junge Mann, gegen 22 Uhr 35 auf seinem Fahrrad Unter den Linden in Richtung Friedrichstraße unterwegs und bei „Rot“ in den Kreuzungsbereich Ecke Glinkastraße gefahren. Dort erfasste ihn ein 50-jähriger Taxifahrer mit seinem „Mercedes“.
Der 23-Jährige ist der 39. Verkehrstote in diesem Jahr und der 12. Radfahrer, der im Straßenverkehr ums Leben gekommen ist.
Quelle: Pressemeldung der Polizei Berlin
Dazu paßt der Kommentar in der BZ vom 27.8.07 von B.Z.-Chefreporter Gunnar J. Schupelius:
Haltet an der Ampel an, ihr Rot-Radler!
Ich bin in diesem Sommer auf das Fahrrad umgestiegen.
Eigentlich ist es wunderbar: Ich komme fit im Büro an, auf der Heimfahrt kann ich entspannen. Leider stehe ich aber dennoch meistens unter Strom, denn ich beobachte, wie annähernd jeder Radfahrer um mich herum über rote Ampeln fährt. Ständig kommt es zu Beinahe-Kollisionen, ständig wäre fast jemand vor meinen Augen überfahren worden. Es ist so selbstverständlich geworden: Wer ein Fahrrad besteigt, der glaubt offenbar von diesem Moment an, dass die Vorfahrtsregeln nicht mehr für ihn gelten und dass das Licht der Ampeln keine Bedeutung für ihn hat. Die Radfahrer bringen dabei nicht nur sich selbst permanent in Lebensgefahr, sondern natürlich auch Fußgänger, Autofahrer und andere Radfahrer.
Es sind auch nicht nur die schnellen Radler, nicht nur die Rücksichtslosen und Asozialen, es sind einfach alle: nette Männer in Business-Anzügen, hübsche Frauen in Kostümen oder Kleidern.
Die ordentlichsten und anständigsten Berliner …
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