Tote Bundeswehrsoldaten: Versicherungen zahlen nicht

Drei tote Bundeswehrsoldaten in Afgahnistan. Karfreitag war dies die Topmeldungen aller Nachrichtensendungen. Falls die Soldaten zur Absicherung ihrer Hinterbliebenen eine Risikolebensversicherung abgeschlossen haben, dürften sie aus allen Wolken fallen, wenn sie Post von der Versicherung erhalten werden. Warum dies so ist, erläutert Rechtsanwalt Penteridis.

Der Abschluss einer Risikolebensversicherung ist dann sinnvoll, wenn man seine Familie im Falle des Todes finanziell absichern will. “Sei es, weil ansonsten die Raten für das Haus oder sonstige finanzielle Belastungen nicht geschultert werden könnten”, erklät Rechtsanwalt Penteridis. Die Versicherungsbedingungen zahlen jedoch dann nicht, wenn der Tod im Zusammenhang mit kriegerischen Auseinandersetzungen eingetreten ist. Penteridis: “Das ist eine Standardklausel, die nicht nur bei Risikolebensversicherungen vorhanden ist. Auch die private Unfallversicherung zahlt nicht, wenn der Versicherungsfall bei einem kriegerischen Feuergefecht entstanden ist.”

Der Sinn dieser Klausel: Die Versicherungen möchten das kostenträchtigte Risiko nicht tragen, das jeder Soldat eingeht, der in den Krieg zieht. “Dieses Risiko ist auch in der Regel nicht versicherbar”, so Penteridis weiter, “es sei denn, man nimmt extrem hohe P…

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Themen: Soldat , Risiko , Bundeswehr , Ausschluss , Verschiedenes , Private Unfallversicherung , Versicherungen

Erschienen 3. April 2010 auf http://www.medrecht-blog.de.

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