Tibet: Chinas mediale Gegenoffensive
am 23.03.2008 von Handakte WebLAWg
Mit einer Verhaftungswelle und dem Aufmarsch von Truppen will China die Proteste der Tibeter unter Kontrolle bringen. Eine Woche nach den gewalttätigen Ausschreitungen in der tibetischen Hauptstadt Lhasa lief die Propagandakampagne auf Hochtouren. Amtliche chinesische Medien riefen am Samstag zum entschiedenen Kampf gegen die Unabhängigkeitskräfte in Tibet auf.
Nach einer neuen Bilanz der tibetischen Regierung sind bei den gewalttätigen Unruhen am vergangenen Freitag in Lhasa 19 Menschen ums Leben gekommen und mehr als 600 verletzt worden. Exiltibeter gehen von insgesamt rund 100 Toten in Lhasa und anderen Orten aus. Chinas amtliche Medien machten «eine Hand voll Schurken» verantwortlich. Die Rädelsführer hätten einfache und ahnungslose Bürger angestiftet, gezwungen oder sogar bezahlt, sich an den Protesten zu beteiligen.
Das kommunistische Parteiorgan Renmin Ribao (Volkszeitung) rief zur «Niederschlagung der Verschwörung und Sabotage der Unabhängigkeitskräfte in …
Chinas Internetzensur
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