Texte richtig zitieren, statt plagiieren (Anleitung mit Checkliste)
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Die Affäre um die Plagiate in der Doktorarbeit vom Minister von und zu Guttenberg ist ein guter Anlass unseren eigenen Beitrag zum
Thema Zitate und Plagiate aufzufrischen. Wer also auf fremde Texte zugreifen möchte, Tweets kopieren will oder einfach mitreden
möchte, der wird an dieser Stelle erfahren,
was ein Zitat und was ein Plagiat ist, wann Texte geschützt sind und unter welchen Voraussetzungen ein Zitat erlaubt ist sowie was
passieren kann, wenn man gegen diese Regeln verstößt.
Als Hilfestellung gibt es viele Beispiele, Daumenregeln und eine Checkliste.
Wozu ein Zitat? – oder wann Texte nicht einfach kopiert werden dürfen
Das Textzitat (§ 51 Urheberrechtsgesetz (UrhG) ist nur dann notwendig, wenn ein Text nicht einfach kopiert werden darf. Und das ist
wiederum der Fall, wenn der Text urheberrechtlich geschützt ist. Doch wann und im welchen Umfang ist ein Text urheberrechtlich
geschützt?
Es mag zwar überraschen, aber das Urheberrecht schützt grundsätzlich nicht den Inhalt von Texten. Das heißt, die im Text enthaltenen
Ideen und Fakten sind nicht geschützt. Geschützt wird nur die Form, also der Wortlaut, in dem sie nieder geschrieben sind. Und das
auch nur dann, wenn dieser individuell und persönlich ist (man nennt das die Schöpfungshöhe). Dies bedeutet, je kreativer und
außergewöhnlicher ein Text geschrieben ist, desto eher wird er geschützt sein. Und je sachlicher und pragmatischer er ist, desto
geringer ist die Wahrscheinlichkeit eines Schutzes.
Rechtsanwalt Thomas Schwenke,Dipl.FinWIrt(FH), LL.M. (Auckland) ist Partnerder Kanzlei Schwenke & Dramburg in Berlinund berät
Unternehmen in Rechtsfragenbeim Marketing, Social Media, CommunityManagement, Appdevelopment und Mobile Commerce sowie hält Workshops
und Vorträge zu diesen Themen. Dieser Text ist nicht urheberrechtlich geschützt, da er eine rein sachliche Aufzählung von Fakten
enthält.
Die Qualität des Inhalts und der Form sind dabei egal. So kann auch ein langweiliges, mit Rechtschreibfehlern sowie Stilblüten
versehenes und der Note 6 gewürdigtes Essay eines Schülers durchaus geschützt sein, wohingegen eine sachlich und stringent
formulierte Doktorarbeit summa cum laude den urheberrechtlichen Schutz verfehlen könnte.
Ob Konkurrenten drohen, Kunden aus Undank johlen, Communitymember sorgen für Unbehagen oder Sie im Mobile Commerce nach Erfolg jagen,
AGB brauchen oder vor Gericht straucheln, Rechtsanwalt Schwenke steht zu Ihrer Verfügung und verhilft mit Seminaren und Vorträgen zur
nötigen Übung. Anders sieht es aus, wenn der Text eine individuell-persönliche Note hat. Dieses Beispiel zeigt zudem, das Qualität
irrelevant ist.
Eine gewisse Länge muss der Text auch haben, weil sich Individualität nur selten in einem Satz ausdrücken lässt.
Ausnahmsweise k…
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