Insolvenzverfahren gegen TelDaFax: 700.000 Kunden betroffen
rechtsanwalt.com | 14. Dezember 2011 — Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen berichtet über das Insolvenzverfahren des Vermögens der TelDaFax Holding AG, der …
Ein Insolvenzverfahren hat für Geschäftspartner und Kunden ganz erhebliche Folgen: Sie bleiben meist auf ihre Forderungen sitzen, nachdem sie zur Insolvenztabelle angemeldet wurden und Jahre später das Verfahren abgeschlossen wird. Die Profiteure sind die Insolvenzverwalter, die je nach Höhe der Insolvenzmasse und über ihre Prozessabteilungen Kasse machen.
Wenig überraschend zeigte sich auch im Teldafax-Insolvenzverfahren schnell, dass die rund 750 000 Teldafax-Gläubiger voraussichtlich nichts vom Insolvenzverfahren haben werden. Im Gegenteil: nach mir bekannt gewordenen Fällen sowie nach Berichten von der Süddeutschen Zeitung (www.sueddeutsche.de) sowie des Hamburger Tageblatt (www.abendblatt.de) fordert jetzt der Insolvenzverwalter Bähr über Creditreform als Inkassounternehmen von vielen der (eigentlich selbst forderungsberechtigten) Gläubiger noch Geld. Insgesamt sollen jetzt Forderungen gegen Stromkunden über insgesamt 80 Millionen Euro eingetrieben werden. Die Hintergründe sind de jure dubios und das Unterfangen, von den betroffenen Kunden, die ihre Vorauszahlungen verloren haben, ohne Verrechnung Forderungen einzutreiben, de facto unerträglich: Das Insolvenzverfahren, das dem vornehmlichen Ziel dient, die Gläubiger durch Einsatz der Figur Insolvenzverwalter gleichmäßig zu befriedigen, gerät offenbar zu einem Massen-Inkasso, das über zu führende Prozesse hohe Gebühren für die zumeist im Hause des Verwalters beauftragten Prozessanwälte sowie für eingeschaltete Inkassounternehmen einbringt und sich gegen einen Kreis der von der Insolvenz geschädigten Kunden richtet, deren Befriedigung das Insolvenzverfahren zu dienen eigentlich bestimmt ist.
Es ist dringend geraten, die vom Insolvenzverwalter bzw. über Creditreform geltend gemachten Forderungen bei den Verbraucherzentralen oder anwaltlich prüfen zu lassen und dann vorsorglich fristgerecht Widerspruch gegen Mahnb…
» Vollständiger ArtikelErschienen 10. Dezember 2011 auf http://www.insolvenz-news.de.
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Viele Teldafax-Kunden bekommen aktuell Post vom Insolvenzverwalter. Ihnen droht ein Inkasso-Verfahren, sollten sie ausstehende Rechnungen nicht begleichen. Dabei haben viele der Kunden längst gezahlt. Schuld an dem Chaos sind die komplizierten Vertragsverhältnisse innerhalb des Unternehmens.
Insolvenzverwalter fordert trotz Vorauskasse 80 Millionen Euro von Verbrauchern. Das Firmengeflecht ist selbst für Experten schwer zu durchschauen.