Tarifrunde zu Metall-Altersteilzeit erneut vertagt
am 24.06.2008 von
Sindelfingen (Reuters) - Im Streit über die Altersteilzeit in der Metall- und Elektroindustrie haben sich IG Metall und Arbeitgeber auch in der sechsten Verhandlungsrunde nicht einigen können.
Die Gespräche seien auf Freitag vertagt worden, sagten die Verhandlungsführer beider Seiten am Montagabend in Sindelfingen. Dann solle sich auf jeden Fall entscheiden, ob ein Abschluss möglich sei. Es zeigt sich, dass wir in einem Lösungskorridor sind, sagte der baden-württembergische IG-Metall-Chef Jörg Hofmann. Ob dieser tragfähig sei, müsse sich noch zeigen.
Hofmann betonte, die IG Metall halte an der Forderung fest, dass Arbeitnehmer in jedem Betrieb einen Anspruch auf Altersteilzeit bekommen müssten. Nach den Worten von Südwestmetall-Chef Jan Stefan Roell drehten sich die Gespräche zuletzt darum, was die Forderungen der IG Metall die Arbeitgeber kosten würden. Roell bezeichnete die neue Runde am Freitag als letzte Chance für eine Einigung: Wenn wir das nicht im Juni schaffen, dann nicht in Baden-Württemberg.
Die Tarifparteien verhandeln über neue Grundlagen für die Altersteilzeit, weil Ende 2009 die Förderung der Bundesagentur für Arbeit ausläuft. Der IG-Metall-Bezirk Baden-Württemberg sucht stellvertretend für die bundesweit 3,4 Millionen Beschäftigten der Branche eine Anschlussregelung. Während die Arbeitgeber nur noch Ausnahmefälle zulassen wollen, will die Gewerkschaft die Altersteilzeit noch attraktiver machen. In den vergangenen Wochen hatte es deswegen zahlreiche Warnstreiks und Kundgebungen gegeben.
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IG Metall steuert Lohnforderung von acht Prozent an
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Metall-Arbeitgeber favorisieren in Tarifrunde Einmalzahlungen
Reuters | Inlandsnachrichten / Berlin (Reuters) - Die Metall-Arbeitgeber haben sich dafür ausgesprochen, in der kommenden Tarifrunde Einmalzahlungen statt hohe langfristige Lohnzuschläge zu vereinbaren. Einmalbeträge seien außerordentlich positiv, weil sie di…
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Reuters | Inlandsnachrichten / Frankfurt (Reuters) - Die IG Metall will trotz des Konjunkturabschwungs in der bevorstehenden Tarifrunde sieben bis acht Prozent höhere Einkommen fordern. Dieser Forderungskorridor berücksichtigt die gesamtwirtschaftliche Lage und er ber&u…
