Tannöd: Der Mörder mit der Spitzhacke

Für ihren Roman “Tannöd” hat Andrea Maria Schenkel den Deutschen Krimipreis 2007 verliehen bekommen. Gestern habe ich das nur 125 spannende Seiten lange Werk am Strand von Es Trenc gelesen. Der Roman spielt in der 50er Jahren des längst vergangenen 20. Jahrhunderts und beschreibt die Auslöschung einer ganzen Familie durch einen unheimlichen Mörder, der die 6-köpfige Bauernfamilie Danner auf deren Hof in Tannöd mit einer Spitzhacke erschlägt.

Eingebettet in Fürsorge-Gebete für die Verstorbenen protokolliert der Ich-Erzähler die Aussagen der Dorfbewohner zum Tatgeschehen, mosaiksteinartig entwickeln sich retrospektiv die Ereignisse, schält sich deren Entsetzen über die Tat und die Angst vor dem unbekannten Mörder heraus, der zunächst wie vom Erdboden verschwunden zu sein scheint. Über den Mörder erfährt man beim Lesen stückweise das eine oder andere, was er so tagsüber treibt und welche Sorgfalt er bei seinen Verrichtungen walten lässt, aber lange bleibt er gleichwohl konturlos und verschleiert seine Identität. Die muss der Leser sich mühsam erschließen, die Spannung löst sich erst ganz am Ende auf.

Der Roman spielt im erzkatholischen Bayern, die Menschen sind konservative Kirchgänger mit festen Moralvorstellungen, die den alten Danner, geizig und…

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Themen: Literaturtipps , Tannöd Wer Ist Der Mörder

Erschienen 14. Mai 2007 auf http://www.strafblog.de.

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