T-Mobile: 17 Millionen Kundendatensätze geklaut

Dem Spiegel liegen 17 Millionen Kundendatensätze von T-Mobile vor, die im Internet angeboten worden sein sollen. Darunter befänden sich auch eine erstaunliche Anzahl geheimer Nummern und Privatadressen von bekannten Politikern, Ministern, Ex-Bundespräsidenten, Wirtschaftsführern, Milliardären und Glaubensvertretern, für die eine Verbreitung ihrer Kontaktdaten in kriminellen Kreisen eine Bedrohung ihrer Sicherheit darstellen würde. (Spiegel-Online) Die Datensätze sind bereits 2006 von bislang Unbekannten entwendet worden, woraufhin auch seitens des Unternehmens Anzeige erstattet wurde. "Recherchen im Internet und in Datenbörsen ergaben über Monate keine Anhaltspunkte, dass die Daten im Schwarzmarkt weitergegeben oder angeboten wurden. Deshalb ging der Konzern davon aus, dass keine Weitergabe der Daten erfolgte", berichtete ein Telekom-Sprecher. (...) "Wir gingen bisher davon aus, dass diese Daten im Rahmen der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen in vollem Umfang sichergestellt wurden." (Heise-Online) Ah ja. Wenn die Daten also im Zuge der Ermittlungen "sichergestellt" wurden, dann ist es nach dieser Logik also ausgeschlossen, dass die noch einmal irgendwo ans Licht kommen. Und dann ist es auch nicht nötig, über einen solchen Datendiebstahl zu informieren. Das ist entweder sehr naiv oder nur dreist.

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Erschienen 4. Oktober 2008 auf http://www.ra-blog.de.

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