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Synkope taugt nicht als Erklärung für tödlichen Unfall

am 11.03.2008 von schreibmaschine

Vor fast zwei Jahren geriet eine Arzthelferin aus dem Raum Lohr auf der Fahrt nach Würzburg mit ihrem Auto aus Unachtsamkeit auf die Gegenfahrbahn und verursachte einen Frontalzusammenstoß mit zwei Todesopfern. Am Montag wurde die 45-Jährige vom Amtsgericht Würzburg wegen fahrlässiger Tötung in zwei Fällen zu einem Jahr Gefängnis auf Bewährung verurteilt. Als Bewährungsauflage muss sie 2.500 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung bezahlen. Wie es dazu kam, dass die dreifache Mutter mit ihrem japanischen Geländewagen am Nachmittag des 11. Mai 2006 auf der Bundesstraße 27 zwischen Thüngersheim und Würzburg nach links bis auf die Gegenfahrbahn kam, konnte auch in drei Verhandlungstagen vor dem Amtsgericht nicht geklärt werden. Die Angeklagte gab zu Protokoll, sie habe keinerlei Erinnerung mehr an den Unfall. Unmittelbar nach der Kollision mit einem entgegen kommenden Golf, bei der eine 36 Jahre alte Frau und ihre elfjährige Tochter getötet wurden, wusste sie es offenbar noch besser: „Ich bin eine Mörderin“, sagte sie zu zwei Zeugen und später noch einmal zur Polizei.Diese Aussage war einer der Gründe dafür, warum die Verteidigungsstrategie der 45-Jährigen und ihres Verteidigers von Anfang an zum Scheitern verurteilt war. Der Rechtsanwalt geht davon aus, dass eine plötzlich einsetzende Bewusstlosigkeit seiner Mandantin, im Fachjargon „Synkope“ genannt, für den Spurwechsel verantwortlich war. In diesem Fall könnte man die Angeklagte nicht für den Tod der beiden Unfallopfer zur Rechenschaft ziehen. Vorgetragen wurde diese Variante zum ersten Mal über zehn Monate nach dem Unfall. Der Richter kam erwartungsgemäß zu einem anderen Ergebnis: „Die Angeklagte war unaufmerksam. Sekundenschlaf …

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Mord ist mein Beruf /   „Verteidigung ist Kampf“ durfte niemals als billige Rechtfertigung für eine schlechte und ungeschickte, aber stark und mächtig daherkommende Verteidigungsstrategie sein. „Dumm und stark“ kam früher in Pe…

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Böse das Lenkrad umklammert und dann losgefahren

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Alte Frau überfahren: Staatsanwalt fordert Einweisung in die Psychiatrie

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schreibmaschine / Weil sie im Zustand der verminderten Schuldfähigkeit eine gehbehinderte Rentnerin überfahren und getötet hat, muss eine 66-jährige Frau aus Ippesheim in die Psychiatrie. Das Würzburger Landgericht verurteilte die ehemalige Le…

Schlüssel am Hals: Zweieinhalb Jahre Haft

schreibmaschine / Ein 35-jähriger Schausteller aus Würzburg, der eine 17-Jährige überfallen, bedroht und in eine dunkle Seitenstraße gezerrt hat, soll für zweieinhalb Jahre ins Gefängnis. Das Würzburger Amtsgericht verurteilte…

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Der Autor und sein Blog

Patrick Wötzel

Gerichtsberichterstatter, Lokaljournalist, Sportreporter - Revier: Würzburg

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