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Südsudan: Ärzte ohne Grenzen hilft bei schwerem Choleraausbruch

am 27.02.2006 von http://menschenrechte.blogg.de/

Als Reaktion auf einen schweren Choleraausbruch im Südsudan hat die internationale Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen einen Nothilfeeinsatz in der Stadt Juba gestartet. Seit dem 6. Februar wurden mehr als 1.800 Patienten mit der schweren Durchfallerkrankung gemeldet und 45 Todesfälle registriert.
Die ersten Verdachtsfälle waren Ende Januar in der Stadt Yei südwestlich von Juba aufgetreten. Seitdem hat sich die Erkrankung schnell ausgebreitet. In der Stadt Juba mit 250.000 Einwohnern wurde der erste Verdachtsfall am 6. Februar gemeldet, wenige Tage danach wurde der Choleraausbruch in der designierten Hauptstadt des Südsudans bestätigt.
Das Ziel des Nothilfeeinsatzes von Ärzte ohne Grenzen ist es, die Todesrate bei Cholerapatienten zu senken und eine weitere Ausbreitung der Krankheit zu verhindern. Die Organisation hat in Juba ein spezielles Zentrum für Cholerapatienten in einem Kinderkrankenhaus eingerichtet. Die Teams kümmern sich um die Behandlung der Patienten, schulen lokale Mitarbeiter und stellen medizinisches Material zur Verfügung. Die Organisation plant, die Kapazitäten des Behandlungszentrums auszuweiten, da eine hohe Zahl weiterer Patienten erwartet wird. In Juba gibt es derzeit noch ein weiteres Cholerabehandlungszentrum an einem Lehrkrankenhaus, das jedoch bereits ausgelastet ist.
Die Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen arbeiten zudem zusammen mit anderen Akteuren an einem Überweisungs- und Überwachungssystem. Zur Strategie der Cholera-Bekämpfung gehören auch die Versorgung der Menschen mit sauberem Trinkwasser, die sichere Bestattung der Todesopfer sowie die Desinfektion der Häuser von Cholerapatienten.
Da die Infektionskrankheit in der Region nicht regelmäßig vorkommt, weiß die Bevölkerung wenig über die Übertragung des Erregers und die nötigen Vorbeugemaßnahmen. Daher liegt ein Schwerpunkt des Hilfseinsatzes auch auf der Aufklärung …

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