Zum Ersten. Auch zum zweiten und zum dritten?!
minirep - Jura verstehen lernen | 2. November 2011 — Die ersten Wochen im neuen Semester liegen hinter euch und während viele mit den Gedanken bereits beim Staatsexamen sind oder s…
Studieren bedeutet Chillen. Diesen Eindruck haben viele Leute in meinem Umfeld. Sowohl Leute, die mal studiert haben. Noch mehr allerdings Leute, die mehr oder weniger hart und regelmäßig arbeiten. Sie haben nie studiert und sind der Auffassung, Studenten würden den ganzen Tag nichts tun. Manchmal habe ich das Gefühl, diese Sicht der Dinge ist sehr verbreitet. Sie wird unterstützt und bestätigt von Berichten über Langzeitstudenten, die nach 14 Semestern immer noch kein (in unserem Fall) Examen in der Tasche haben. Dieser etwas einseitige Sicht der Dinge soll in diesem Beitrag begegnet werden.
Jura-Studieren bedeutet nie mehr Chillen. Immer wenn Leuten erzählt habe, dass ich Jura studiere, bekam ich sofort diesen mitleidigen Blick. Verbunden damit war häufig die Frage, wie viele Gesetze ich schon auswendig gelernt hätte und ob ich überhaupt noch ein Leben hätte. Der Durchschnittsbürger in Deutschland hat den Eindruck, dass Jurastudenten ständig lernen und kaum Freizeit haben. Auch dieser Eindruck hat sich in meinem Studium nicht bestätigen lassen.
Dieser Beitrag richtet sich daher sowohl an diejenigen, die Studenten für Dauerfaulenzer halten, als auch an diejenigen, die in jedem Jurastudenten einen Workaholic erblicken.
Auch wenn persönliche Erfahrungen nur in begrenztem Umfang verallgemeinerungsfähig sind, möchte ich aus meinen eigenen Erfahrungen einige Tipps weitergeben, die mir das Studium erleichtert und den Spaß an Jura (ja, wirklich!) erhalten haben.
1. Mach nicht nur Jura. Es ist dem erfolgreichen Studium abträglich, wenn du dich nur mit Jura beschäftigst. Ich habe neben dem Studium Klavier gespielt, mir Zeit für verschiedene Sportarten genommen, mich ehrenamtlich engagiert und viel Zeit mit Freunden verbracht. Das Gehirn (zumindest meines) braucht regelmäßig Verarbeitungsphasen für das erlernte Wissen. Hierfür musst du immer wieder auch andere Sachen außer Jura machen – das macht ja auch Spaß.
2. Lerne kontinuierlich. Ein weit verbreiteter Fehler ist das zu spontane Lernen. Jeder kennt es: Die Klausur steht nächste Woche an und du fängst jetzt mal an, das Lehrbuch aus der Verpackung zu reißen. Ich würde empfehlen (was ein Allerweltsratschlag! aber wichtig!) schon von Beginn an kontinuierlich mitzuarbeiten. Das Studium macht mehr Spaß (ja!), wenn du schon einiges mal gehört und verstanden hast. Wiederholung (“Repetitorium”) hilft dem Verständnis. Also: Fang schon zu Beginn des Semesters an zu Lernen. Nur so schafft man übrigens ein juristisches Examen – selbst wenn man sich durch die ersten Semester mogeln kann, beim Examen gelingt das nicht.
3. Lerne nicht zu viel. Selbst in der Examensvorbereitung ist eine “Netto”-Lernzeit von 5-6 Stunden am Tag meines Erachtens völlig ausreichend. Jeder, der vorgibt länger zu lernen, sitzt im Endeffekt mit einem leeren Blick vor seinen Büchern und denkt an etwas anderes oder verbringt den ha…
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