Studie: Rendite der gesetzlichen Rente wird immer geringer
am 25.08.2008 von http://www.reuters.com
Berlin (Reuters) - Die gesetzliche Rentenversicherung wirft nach einer Studie des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) immer weniger Rendite ab.
Habe ein Standardrentner des Geburtsjahrganges 1950 noch im Jahr 1970 eine reale Beitragsrendite von mehr als fünf Prozent erwarten können, seien es heute knapp zwei Prozent, erläuterte Wissenschaftler Adrian Ottnad am Montag in Berlin bei der Präsentation der Studie für das bankenfinanzierte Institut. Unter realistischen Annahmen gehe die Tendenz gar gegen Null.
Größte Risiken der gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) seien neben der Altersstruktur der Gesellschaft insbesondere die von der Politik vorgenommenen Kürzungen. So seien die Beitragssätze kontinuierlich erhöht, das Rentenniveau gesenkt, das Renteneintrittsalter erhöht und die Anrechnung beitragsfreier Ausbildungszeiten verringert worden, merkte Ottnad an. Der Studie zufolge haben sich seit 1970 für normale Rentner aller Jahrgänge die Renditeerwartungen um fünf bis sechs Prozentpunkte verschlechtert. Jüngere Jahrgänge seien besonders betroffen.
Co-Autor Reinhold Schnabel von der Universität Duisburg-Essen hob hervor, das Renditerisiko der GRV sei in den vergangenen 30 Jahren höher gewesen als am …
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