Studie- Kosten für Krebsmedikamente wachsen überdurchschnittlich

Berlin (Reuters) - Die Ausgaben der Krankenkassen für Krebsmedikamente werden in den kommenden Jahren stärker steigen als die durchschnittlichen Arzneimittelausgaben.

Nach einer am Mittwoch veröffentlichten Studie des Berliner Instituts IGES werden die Kosten für Krebsmittel bis 2013 um 4,8 Prozent pro Jahr auf dann 3,8 Milliarden Euro steigen. Bei allen Medikamenten zusammen wird ein Ausgabenwachstum von 3,9 Prozent jährlich erwartet. Der Anteil der Ausgaben für Krebsmittel an den Kosten aller Arzneien wird sich der Untersuchung zufolge von 9,4 Prozent auf 9,7 Prozent erhöhen.

"Die vielfach prognostizierte Kostenexplosion durch teure Krebsmittel hat es weder in der Vergangenheit gegeben, noch wird sie in den kommenden vier Jahren eintreten", erklärte IGES-Chef Bertram Häussler. IGES hat die Studie nach eigenen Angaben selbst initiiert und wurde dabei von einer Arbeitsgruppe von Pharma-Unternehmen unterstützt.

Die gesetzlichen Krankenkassen haben nach früheren Angaben im vergangenen Jahr für Arzneimittel 30,7 Milliarden Euro ausgegeben, 5,2 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Der Zuwachs entspricht dem Trend der vergangenen Jahre. 2008 waren die Medikamentenausgaben der gesetzlichen Kassen um 5,3 Prozent gestiegen. Seit 2005 haben die Kassen damit im Schnitt jeweils 1,35 Milliarden Euro mehr im Jahr für Arzneimittel ausgegeben.



Quelle: Reuters (28. Juli 2010)

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Themen: Berlin , Germany , Krankenkassen , Arzneimittel , Western Europe , Europe , German General News , Domestic Politics , German Money , German Equities , Health And Medicine , Pharmaceuticals (sub-industry)

Erschienen 28. Juli 2010 bei http://www.reuters.com.

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