Streifzüge durch die Bücherei
am 28.05.2008 von http://llb-wagnis.blog.de
Ich warte noch immer. Und dabei beginnt demnächst erst die Frist zur Einschreibung an der Fernuni... das kommende Semester beginnt sogar erst im Oktober.
Aber ich versuche die Zeit sinnvoll zu nutzen und mich zumindest anhand von Büchern ins rechtwissenschaftliche Studium reinzulesen. Ich taste mich allerdings langsam vorwärts, in kleinen Schritten, daher lese ich derzeit das Buch Angewandte juristische Methodenlehre für Anfänger.
Es ist überraschend verständlich geschrieben, zumindest für mich, die zwar z.B. beruflich schon mehrfach über das Wort Subsumtion gestolpert ist (in meinem ersten Leben bin ich Fremdsprachensekretärin in einer Kanzlei - dies sei aber nur am Rande erwähnt und soll nicht in Erfahrungsberichten in diesem Blog ausarten), aber damit im Grunde nicht sehr viel anfangen konnte.
Der Autor führt schrittweise zunächst in die Subsumtion ein (Hauptaugenmerk liegt dabei in der Darstellung im Gutachtenstil, wobei auch die Unterschiede zum Urteilsstil deutlich gemacht werden) und gibt Beispielfälle aus dem Strafrecht an, mit denen der Leser selbst üben kann. Zu Beginn sind die Fälle sehr kurz (A beschimpft B als Penner. Hat er eine Beleidigung begangen?), im Laufe des Buches werden sie jedoch komplexer und der Autor erklärt anhand dieser Fälle, welche Vorarbeiten (Aufbereitung des Sachverhalts, das Auffinden der relevanten Rechtsnormen) für die eigentliche Subsumtion nötig sind, später die Systeme von Rechtssätzen (Hilfsnormen, Verweisungen, speziellere und allgemeinere Normen) und führt im letzten Kapitel schließlich zur Erörterung juristischer Streitfragen.
Ich finde das Buch bisher wirklich sehr gut - gemessen daran, dass ich noch VOR meinem Studium stehe und damit von der Methodenlehre und …
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