Strategien zu Konfliktmanagement in Familienunternehmen
am 02.10.2006 von http://www.schindlerboltze.de/weblog
Familienunternehmen sind bedingt durch ihre Struktur anfälliger für Konflikte innerhalb des Unternehmens als sonstige Unternehmen. Familienmitglieder können in einer Person Gesellschafter, Management und Mitarbeiter vereinen. Durch diese Rollenvielfalt entsteht nicht unerhebliches Konfliktpotential, welches im schlimmsten Fall den Bestand einer Unternehmung existentiell gefährden kann. Typische Konflikte entstehen bei der Ausrichtung der Unternehmensstrategie, wenn z.B. der Nachwuchs andere Unternehmensziele fokussiert als der bisherige Unternehmenslenker. Nicht selten bestehen aber auch unterschiedliche Ansichten über die Verteilung oder Reinvestition von Gewinnen, die Rolle der Ehepartner, die Verteilung und Bewertung der Gesellschaftsanteile, die Rolle der jüngeren Generation im Unternehmen – diese Aufzählung ließe sich beliebig fortsetzen.
Damit aber drohende Konflikte nicht zum Ausbruch kommen oder im schlimmsten Fall eskalieren, lassen sich zur Konfliktvermeidung sog. Konfliktmanagementsysteme implementieren. Unter Konfliktmanagementsystemen versteht man allgemein die Entwicklung und Implementierung von unternehmensinternen Vorgaben und Herangehensweisen zur frühzeitigen und effektiven Konfliktbehandlung. Konfliktmanagement obliegt also nicht mehr nur der Rechtsabteilung oder Rechtsanwälten, sondern ist integraler Bestandteil der Unternehmensführung.
Zunächst ist das bestehende Konfliktmanagement – sofern es bereits existiert – zu untersuchen. Einzubeziehen in die Untersuchung sind die bisherigen Konflikte, die an den Konflikten beteiligten Parteien sowie die angewandten Streitbeilegungsverfahren. Schwachstellen lassen sich so aufzeigen und bei dem Entwurf eines effektiven Konfliktmanagementsystems ausschließen. An der Entwicklung eines solchen Systems sollte das …
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