Alle Blogs » Straßenbahn-Gegner nimmt Berufung zurück

Straßenbahn-Gegner nimmt Berufung zurück

am 20.05.2008 von schreibmaschine

Rechtskräftig ist seit Freitag das Urteil gegen einen 55 Jahre alten Würzburger, der vor einigen Jahren einen regelrechten Kleinkrieg gegen die Bus- und Straßenbahnfahrer der WSB geführt hat. Im Prozess vor dem Landgericht nahm der Diplom-Physiker seine Berufung zurück und akzeptierte die erstinstanzliche Verurteilung wegen Beleidigung, Bedrohung, falscher Verdächtigung und Sachbeschädigung zu 2.200 Euro Geldstrafe. Es war einige Überzeugungarbeit durch die Vorsitzende Richterin Helga Twardzik und Verteidiger Jan Paulsen nötig, ehe sich der 55-Jährige zur Rücknahme der Berufung durchringen konnte. Vom Amtsgericht wurde er im Februar 2006 zu 200 Tagessätzen von 11 Euro Geldstrafe verurteilt, die er jetzt bezahlen muss. Nach einer langen Beweisaufnahme, bei der unter anderem Stadtrat Erich Felgenhauer als Leumundszeuge für den Angeklagten auftrat, war das Gericht damals von der Schuld des Physikers überzeugt. Immer wieder ging der 55-Jährige früher auf Konfrontationskurs mit den Straßenbahnfahrern, die seiner Meinung nach in der Fußgängerzone viel zu schnell fahren. In der Kaiserstraße lief er nach Zeugenaussagen absichtlich auf eine Straßenbahn zu, zwang den Fahrer zum Halten und verbog einen Scheibenwischer. In der Domstraße schlug er mit Faust gegen einen Zug und erstattete anschließend bei der Polizei Strafanzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung gegen den Fahrer. Bei einer anderen Gelegenheit beleidigte und bedrohte er einen Verkehrsmeister der WSB im Service-Center der Verkehrsbetriebe: „Alle Straßenbahnfahrer gehören ausradiert“, soll der Physiker bei dieser Gelegenheit gesagt haben. Seit seiner Verurteilung in erster Instanz sind allerdings inzwischen fast zweieinhalb Jahre vergangen, in denen keine weiteren Fälle bekannt wurden. Deshalb sei die geldstrafe aus der ersten instanz …

Ex-Krankenpfleger zu zehn Monaten auf Bewährung verurteilt

schreibmaschine / Rechtskräftig ist seit Mittwoch das Urteil des Amtsgerichts Gemünden gegen einen ehemaligen Krankenpfleger des Bezirkskrankenhauses (BKH) wegen gefährlicher Körperverletzung und sexuellen Missbrauchs eines Patienten. Der 44-Jä…

Tödlicher Unfall: Durfte sehbehinderter Mann Traktor fahren?

schreibmaschine / Ein Berufungsprozess gegen einen stark sehbehinderten Mann wegen fahrlässiger Tötung vor dem Würzburger Landgericht ist am Montag in den Startlöchern stecken geblieben. Ob der 48-jährige Landwirt und Winzer aus dem Kreis Kitz…

Schläge mit der Leine kosten 2.400 Euro

schreibmaschine / Erst hat er alles abgestritten, dann den Richterspruch aber doch angenommen: Weil er seinen und einen fremden Schäferhund mit der Leine verprügelt hat, muss ein 50-jähriger Würzburger 2.400 Euro Geldstrafe bezahlen. Wer inne…

Sparsamer Bürgermeister muss zahlen

schreibmaschine / Weil er der Gemeindekasse 5.000 Euro Kosten ersparen wollte, muss der Bürgermeister einer Marktgemeinde im Kreis Würzburg jetzt in die eigene Tasche greifen. Die Staatsanwaltschaft hatte dem 56-Jährigen „Unerlaubtes Betreiben ei…

Auch ein Dienstgeheimnis ist ein Privatgeheimnis

schreibmaschine / Weil sie nach einer Ausschreibung einen unterlegenen Bieter über Details des Gewinner-Angebots informiert hat, musste sich eine ehemalige Sachbearbeiterin des Würzburger Entwässerungsbetriebes vor dem Amtsgericht verantworten. Das Urte…

Verfahren totmachen: Völlig unpassende Verteidiger-Formulierung

schreibmaschine / Acht Jahre fuhr sie unfallfrei, dann hat sie einen Moment lang nicht aufgepasst: Weil sie einen 85-jährigen Fußgänger angefahren und dabei tödlich verletzt hat, wurde eine 27 Jahre alte Studentin vom Amtsgericht Würzburg weg…

1.000 Euro Geldstrafe für Auschwitz-Lüge

schreibmaschine / Eine abgeschwächte Version der so genannten „Auschwitz-Lüge“ hat einen 49-jährigen Diplom-Physiker aus Würzburg 1.000 Euro Geldstrafe gekostet. Weil der Mann auf seiner Homepage die Verbrechen an den Juden während…

Korruptionsprozess: Sechseinhalb Jahre Haft

schreibmaschine / Hohe Strafe für einen korrupten städtischen Angestellten: Wegen Bestechlichkeit, Vorteilsannahme und Untreue hat das Würzburger Landgericht am Donnerstag den ehemaligen Leiter des Tiefbau-Amtes der Stadt Bad Neustadt/Saale zu sechseinh…

» Suche in den JuraBlogs

Der Autor und sein Blog

Patrick Wötzel

Gerichtsberichterstatter, Lokaljournalist, Sportreporter - Revier: Würzburg

» schreibmaschine

» Aktuell in den Lawblogs

» Top-Meldungen

» TOP-Meldungen per E-Mail

Infos zum kostenlosen Service »