Strandkorb, Teil 2

Im Strandkorb-Fall (Ich berichtete hier) fand heute die Verhandlung vor dem Amtsgericht Itzehoe statt. Ich ließ es mir nicht nehmen, den Termin selbst wahrzunehmen. 5 1/2 Stunden hin und zurück und eine Übernachtung im schönen Itzehoe: Beinahe wie Urlaub.

Der Rechtsanwalt des Gegners gab im Rahmen der Erörterung die Erklärung ab, dass schon der Preis von 33,00 EUR für einen Strandkorb nahe lege, dass es sich nicht um einen normalen Strandkorb handeln könne, den der Gegner seinerzeit bei eBay feilgeboten hatte. Für 33,00 EUR könne man nur die Lieferung eines Puppenstrandkorbes erwarten.

Der Richter fand deutliche Worte bei der Beschreibung der Rechtslage. Der Gegner habe seinerzeit einen Strandkorb des Typs Kampen zum Kauf angeboten. Die Kaufbeschreibung enthalte keinen Hinweis darauf, dass es sich nur um einen Puppenstrandkorb handeln sollte. Ohne eine ausdrückliche anderweitige Kennzeichnung verstehe der Geschäftsverkehr unter einem Strandkorb einen solchen für Menschen. Schließlich könne beim Verkauf eines Pkw auch nicht einfach ein Matchboxauto …

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Erschienen 12. April 2011 auf http://www.finkeldei-online.de/blawg.

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