Von der Gefährlichkeit von "Gurkenfotos"...
Vom Rechte | 20. Oktober 2011 — Aus einem BGH-Urteil: (Vorsicht beim Anklicken! - nichts für zartbesaitete Gemüter!) Soweit das Landgericht den Angeklagten weg…
Für eine Verbrechensverabredung reicht es nicht aus, wenn nur eine Person den ernstlichen Willen hat, ein bestimmtes Verbrechen zu begehen. Zwar genügt es, wenn man nur einen Tarnnamen kennt, jedoch muss jeder Täter in der Lage sein, das abgesprochene Tun von dem anderen auch einfordern zu können.
StGB § 30, § 31 Abs. 1Internetchat und Verbrechensverabredung.BGH, Beschluss vom 16. März 2011 – 5 StR 581/10
LG Kiel –
5 StR 581/10
BUNDESGERICHTSHOF
BESCHLUSS
vom 16. März 2011
in der Strafsache
gegen
wegen Verabredung eines Mordes u.a.
Der 5. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat am 16. März 2011
beschlossen:
1. Auf die Revision des Angeklagten wird das Urteil des
Landgerichts Kiel vom 6. September 2010 nach § 349
Abs. 4 StPO
a) dahingehend abgeändert, dass der Angeklagte im Fall
II.14 der Urteilsgründe wegen Verbreitung kinderpor-
nografischer Schriften, im Fall II.15 wegen Besitzes
kinderpornografischer Schriften und im Fall II.13 we-
gen Herstellens pornografischer Schriften verurteilt ist;
b) in den Einzelstrafaussprüchen in den Fällen II.13 bis
15 der Urteilsgründe, im Gesamtstrafausspruch und
im Maßregelausspruch aufgehoben; letzterer entfällt.
2. Die weitergehende Revision wird gemäß § 349 Abs. 2
StPO als unbegründet verworfen. Der Schuldspruch wird
in den Fällen II.4 bis 12 und 16 bis 25 der Urteilsgründe
dahin klargestellt, dass der Angeklagte insoweit wegen
Verbreitung kinderpornografisc her Schriften in 13 Fällen
(II.6 bis 8, 11 und 12 sowie 16 bis 23) und wegen Er-
werbs kinderpornografischer Schriften in sechs Fällen
(II.4, 5, 9, 10, 24, 25), davon in drei Fällen in Tateinheit
mit deren Verbreitung (II.5, 10, 25), verurteilt ist.
3. Zur abschließenden Strafzumessung wird die Sache im
Umfang der Aufhebung zu neuer Verhandlung und Ent-
scheidung, auch über die Kosten des Rechtsmittels, an
eine allgemeine Strafkammer des Landgerichts zurück-
verwiesen.
G r ü n d e
Das Landgericht hat den Angeklagten wegen Verabredung eines Mor-
des (tateinheitlich eines Missbrauchs eines Kindes mit Todesfolge und einer
Vergewaltigung mit Todesfolge) in Tateinheit mit Besitz und mit Verbreitung
kinderpornografischer Schriften (Fall II.14), wege…
» Vollständiger ArtikelErschienen 9. Mai 2011 auf http://www.strafverteidiger.pro.
Vom Rechte | 20. Oktober 2011 — Aus einem BGH-Urteil: (Vorsicht beim Anklicken! - nichts für zartbesaitete Gemüter!) Soweit das Landgericht den Angeklagten weg…
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