Straftaten in Deutschland: Frauen gut, Männer böse?
"Kriminalität ist männlich", leitet rp-online einen Beitrag zur Kriminalstatistik ein. Im Jahr 1984 habe der Anteil der Frauen an der Zahl der Tatverdächtigen bei 23,6 Prozent gelegen und daran habe sich bis heute praktisch nichts verändert. Noch sehr viel geringer sei der Anteil der Frauen, die zu Freiheitsstrafen verurteilt werden. So hätten zum Stichtag 31.3.2006 nur 3.300 Frauen gegenüber 61.200 Männern in deutschen Haftanstalten eingesessen, das entspricht einer Quote von gerade mal 5 Prozent. Mit anderen Worten: Männer begehen 4 mal so viele Straftaten wie Frauen, wandern aber 20 mal so oft in den Knast. Grund hierfür sei unter anderem, dass Frauen weniger häufig schwere Straftaten begingen, oft würden ihnen Bagatelldelikte wie Diebstahl oder Schwarzfahren zur Last gelegt. Auch träten sie seltener als Wiederholungstäterinnen auf. Gleichwohl sei die Zahl inhaftierter Frauen zuletzt proportional stärker angestiegen als die der Männer. Das liege auch daran, dass die Justiz weniger häufig einen "Mütter-Bonus" gewähre und dass die Zahl der von Frauen begangenen Körperverletzungs- und Betrugsdelikte angestiegen sei. So seien auch häufiger längere Strafen zwischen 2 und 5 Jahren verhängt worden. Die bundesweite Krimalstatistik für 2006 liegt noch nicht vor. Die Kriminalstatistik für 2005 bestätigt die Einschätzung jedoch durchaus und ist auch ansonsten informativ. Autor: RA Rainer Pohlen Kanzlei POHLEN + MEISTER
Kommentare zu "Straftaten in Deutschland: Frauen gut, Männer böse?":
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Vollzug: "Einen Justiz-Bonus f�r Frauen gibt es nicht". Die Kriminalit�t ist m�nnlich. Daran hat sich in den vergangenen Jahren nichts ge�ndert. So lag der Anteil strafm�ndiger Frauen bei den Tatverd�chtigen 1984 bei 23,6 Prozent. Bis heute blieb er nahezu konstant auf diesem Niveau.

