Kirchner-Gemälde wird versteigert
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Die Auseinandersetzungen um ein von Berlins Regierendem Bürgermeister Wowereit und Kultursenator Flierl an eine jüdische Familie zurück gegebenes Bild "Berliner Straßenszene" des Malers Ernst Ludwig Kirchner aus dem Jahr 1913 erregt etliche Gemüter und hat nunmehr zu einer Strafanzeige gegen die beiden Politker geführt, wie focus-online berichtet. Untreue oder veruntreuende Unterschlagung wird den beiden von einem namentlich nicht genannten Münchner Kunstsammler zur Last gelegt, der von dem renommierten Strafrechtler Martin Amelung vertreten wird. Berlin sei ein armes Land und dürfe mit seinen Kunstschätzen nicht in der geschehenen Weise umgehen, meint der Anzeigenerstatter. Zum Hintergrund: Die beiden Politiker haben das Bild, welches derzeit zu einem Schätzpreis von 20 Millionen Dollar bei Christie´s in New York zur Versteigerung ansteht, an eine vom NS-Regime verfolgte jüdische Familie zurück gegeben, deren jetzt lebenden Nachkommen behauptet hatten, ihre Vorfahren wären gezwungen worden, das auch damals schon wertvolle Ölgemälde zu einem "Notpreis" an das Nazi-Regime zu verkaufen. Nach Presserecherchen sei der Verkauf des Bildes seinerzeit aber ohne jeden Druck zustande gekommen und "unter ethisch-moralischen Gesichtspunkten ... über jeden Zweifel erhaben". Insoweit habe auch keine Veranlassung bestanden, das zum Bestand des Berliner Brücke-Museums gehörende Kunstwerk der Familie der früheren Eigentümer zu überlassen. Der Anzeigenerstatter will mit seiner Anzeige unter anderem erreichen, dass die Staatsanwaltschaft die für Mittwoch geplante Verteigerung des Gemäldes verhindert, indem sie im Rechtshilfewege dessen Beschlagnahme erwirkt. Es sei höchste Eile geboten, meint Rechtsanwalt Amelung. Mal sehen, wie der Fall weitergeht ... Autor: RA Rainer Pohlen Kanzlei POHLEN + MEISTER
Bitte beachten Sie: Dieser Artikel ist nicht mehr im Original verfügbar.Erschienen 7. November 2006 auf http://www.strafblog.de.
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Strafanzeige gegen Wowereit - Der Streit um den Verkauf von Ernst Ludwig Kirchners Gem�lde Berliner Stra�enszene nimmt immer bizzarere Formen an.