Steuerrecht: Aktuelle BFH-Rechtsprechung zur Dienstwagenbesteuerung
am 02.02.2008 von Meyer-Köring v.Danwitz Privat - Aktuelle InformationenDer Bundesfinanzhof hat sich in drei Urteilen, die in der Anlage im Volltext beigefügt sind, mit der Frage beschäftigt, ob und in welcher Weise Aufwendungen von Arbeitnehmern für den Firmenwagen berücksichtigt werden können. Dabei geht es um die Fälle, in denen der Arbeitgeber seinen Mitarbeitern einen Pkw zur privaten Nutzung zur Verfügung stellt und der einzelne Arbeitnehmer einige der Pkw-Kosten selbst übernimmt oder dem Betrieb insoweit eine Zuzahlung leisten muss:Arbeitnehmer können die ihnen im Zusammenhang mit dem überlassenen Firmenwagen entstandenen Aufwendungen stets als Werbungskosten geltend machen, wenn der geldwerte Vorteil per Einzelnachweis nach der Fahrtenbuchmethode bewertet wird. Als geldwerten Vorteil bezeichnet man Einnahmen, die nicht aus Geld bestehen, wie die Überlassung des Pkw zur privaten Nutzung. Der geldwerte Vorteil gehört grundsätzlich zum steuerpflichtigen Arbeitslohn.Wird der geldwerte Vorteil nach der Ein-Prozent-Regel ermittelt, können pauschale Nutzungsentgelte und auch vergleichbare Zuzahlungen zu den Anschaffungskosten des Fahrzeugs als Werbungskosten berücksichtigt werden. Diese Entgelte stellen Anschaffungskosten für ein fremdes Wirtschaftsgut dar, das der Steuerpflichtige zur Einkünfteerzielung nutzt. Daher kann der Arbeitnehmer diesen Aufwand wie ein Nutzungsrecht behandeln und Abschreibungen vornehmen.Vom Arbeitnehmer selbst getragene einzelne Aufwendungen wie etwa für Treibstoff, Leasingraten oder Versicherungen bleiben hingegen beim Ansatz der Ein-Prozent-Regel unberücksichtigt. Zwar sind die vom Arbeitnehmer selbst getragenen Pkw-Kosten grundsätzlich Aufwendungen zum Erwerb des Nutzungsvorteils. Dennoch kann solch individueller Aufwand bei der typisierenden Ein-Prozent-Regel keine Berücksichtigung finden, weil die Höhe des pauschalen Nutzungswerts nicht von den individuellen Kosten abhängt. Die individuelle Kostenzusammensetzung ist nur von Bedeutung, wenn der Gesamtaufwand eines Fahrzeugs durch ein ordnungsgemäßes Fahrtenbuch nachgewiesen wird.Besteuert …
Berücksichtigung privater Aufwendungen bei der pauschalen Dienstwagenbesteuerung
Blickpunkt Recht & Steuern / Überlässt der Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer einen Firmenwagen zur privaten Nutzung, so ist der damit verbundene geldwerte Vorteil als Arbeitslohn zu versteuern. Dieser Vorteil ist pauschal entweder nach der sog. 1 %- Regelung auf Grundlag…
Steuerrecht: Keine Abgeltung von Unfallkosten durch die Ein-Prozent-Regel
Meyer-Köring v.Danwitz Privat - Aktuelle Informationen / Stellt ein Arbeitgeber seinen Arbeitnehmern einen Firmenwagen zur Verfügung, müssen die Arbeitnehmer in der Regel den damit verbundenen sogenannten geldwerten Vorteil als Arbeitslohn versteuern. Der Vorteil wird in den meisten Fällen monatlich mit…
BFH: Berücksichtigung privater Aufwendungen bei der pauschalen Dienstwagenbesteuerung
STEUERRECHT / BFH-Urteil vom 18.10.2007 - VI R 96/04 BFH-Urteil vom 18.10.2007 - VI R 57/06 BFH-Urteil vom 18.10.2007 - VI R 59/06 Presseerklärung des Bundesfinanzhofs (BFH) Nr. 108: “Überlässt der Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer einen Firmenwagen zur pri…
Steuerrecht: BFH: Besuchskosten getrennt lebender Eltern sind keine außergewöhnliche Belastung
Meyer-Köring v.Danwitz Privat - Aktuelle Informationen / Aufwendungen des nicht sorgeberechtigten Elternteils für den Umgang mit seinem Kind sind nach einem aktuellen Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) unabhängig von deren Höhe nicht als außergewöhnliche Belastung abziehbar (BFH-Urteil vom 27.9.2007, A…
Steuerrecht: Aktuelle Hinweise des BMF: Wann sind Steuerberatungskosten abzugsfähig?
Meyer-Köring v.Danwitz Privat - Aktuelle Informationen / Durch das Gesetz zum Einstieg in ein steuerliches Sofortprogramm vom 22.12.2005 (BGBl. 2005 I S. 3682, BStBl I 2006 S. 79) wurde seit 2006 der Abzug von Steuerberatungskosten als Sonderausgaben ausgeschlossen. Steuerberatungskosten sind nur noch zu…
1% trotz Nutzungsentgelt
Blickpunkt Recht & Steuern / Die unentgeltliche oder verbilligte Überlassung eines Dienstwagens an einen Arbeitnehmer auch für dessen Privatfahrten ist vom Arbeitnehmer als geldwerter Vorteil zu versteuern. Die Bewertung dieses geldwerten Vorteils wegen der Nutzung ein…
Steuerrecht: Gewerbesteuerfreibetrag auch für atypisch stille Gesellschaft
Meyer-Köring v.Danwitz Privat - Aktuelle Informationen / Der Gewerbesteuerfreibetrag in Höhe von 24.500 EUR und der bis 2007 geltende Staffeltarif für Personengesellschaften stehen auch einer Kapitalgesellschaft zu, an deren gewerblichen Unternehmen nur eine andere Kapitalgesellschaft als atypischer st…
Arbeitsrecht: Das neue Pflegezeitgesetz - Mehr Rechte für Arbeitnehmer
Meyer-Köring v.Danwitz Privat - Aktuelle Informationen / © 2007 und Anbieter:Meyer-Köring v.Danwitz PrivatRechtsanwälte & SteuerberaterBonn · BerlinBüro Bonn:Oxfordstraße 21 · 53113 BonnBüro Berlin:Kronenstraße 3 · 10117 Berlinwww.meyer-koering.…
Firmenwagen: Keine 1%-Regelung bei Gesellschafter-Geschäftsführern
LohnPraxis-Weblog / Der Vorteil aus der Privatnutzung eines Firmenwagens ist bei einem Gesellschafter-Geschäftsführer einer GmbH nicht unter Anwendung der so genannten 1%-Methode zu besteuern. Dieses Urteil (Az.: I R 8/06) hat der Bundesfinanzhof jetzt ver…
