Kampfhundesteuer der Gemeinde darf nicht einem Verbot gleichkommen
Lichtenrader Notizen | 15. Juli 2005 — Das Oberverwaltungsgericht Rheinland - Pfalz hat in einem Urteil aufgrund der mündlichen Verhandlung vom 14. Juni 2005, AZ 6 C …
Durch das Ende des „Tierschützerprozesses“ rückte die Frage, ob es akzeptabel ist, dass der Unschuldige zwar am Ende eines Verfahren freigesprochen wird, aber wirtschaftlich ruiniert wurde in den Fokus der Öffentlichkeit.
Doch nicht nur in aufsehen erregenden Strafverfahren erweist sich die Justiz als kostenintensive Angelegenheit, sondern auch in alltäglichen Zivilverfahren hat der viel zitierte „rechtsuchende Bürger“ mit massiven Kosten zu rechnen. Alleine das Einbringen einer Klage über Euro 400,– kostet Euro 55,– an Gerichtsgebühr, ohne dass für diese eine Gegenleistung erbracht wird. Die Gerichtsgebühr steigt mit der Höhe des eingeklagten Anspruches und liegt etwa bei einer Streitigkeit um Euro 50.000,– schon bei Euro 1.258,–.
Doch mit der Gebühr alleine ist es nicht getan, so hat die Justiz die Dolmetscherdienste vor Gericht monopolisiert. So muss man beispielsweise in einem Verfahren vor dem Sozialgericht – wo die Mehrzahl der Kläger dem untersten Einkommensbereich angehört – jedenfalls Euro 159,– für den Justizdolmetscher bezahlen.
Auch wenn man als Verfahrenspartei eine Kopie seines Aktes will wird es teuer, die Justiz verlang pro Seite Euro 1,–, am freien Markt kostet diese Euro 0,05. Bei einem durchschnittlichen Akt von 500 Seiten beträgt das „Körberlgeld“ der Justiz schon beachtlichen Euro 475,–. Bei einem Akt von 50.000 Seiten, in Strafverfahren wie dem Tierschützerprozess keine Seltenheit, beträgt der Gewinn für die Justiz Euro 47.500,–, falls der Angeklagte nicht aufgrund der Kosten davon Abstand nimmt den Akt zu kopieren und somit auf wesentliche Verteidigungsrechte verzichtet.
Das Hauptargument, mit welchem d…
» Vollständiger ArtikelErschienen 25. August 2011 auf http://www.wirtschaftsanwaelte.at.
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