Steinmeier: Keine Zukunft für Schwarz-Gelb im Bund

Berlin (Reuters) - Angesichts der drastischen Verluste der CSU in Bayern wird es nach Einschätzung der SPD auf lange Sicht keine Mehrheit für eine Regierung aus Union und FDP im Bund geben.

"Wir reden hier heute abend nicht über ein Wahlergebnis, sondern wir reden über ein Erdbeben, das diese Wahl in Bayern ausgelöst hat", sagte der kommissarische SPD-Parteichef, Frank-Walter Steinmeier, am Sonntagabend in Berlin vor SPD-Anhängern. Das Ergebnis werde die Parteienlandschaft weit über Bayern hinaus prägen. "Seit zehn Jahren gibt es im Bund kein Schwarz-Gelb mehr", sagte Steinmeier. "Und ich sage Euch: Das wird so bleiben."

Die CSU hat nach Hochrechnungen von ARD und ZDF bei der Landtagswahl ihre absolute Mehrheit verloren und ist erstmals seit Jahrzehnten auf einen Koalitionspartner angewiesen. Steinmeier, der auch Kanzlerkandidat der SPD für die Bundestagswahl ist, führt seit dem Rücktritt von Kurt Beck vor drei Wochen vorübergehend die SPD. Neuer Parteichef soll auf einem Parteitag am 18. Oktober Franz Müntefering werden.



Quelle: Reuters (28. September 2008)

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Themen: Fdp

Erschienen 28. September 2008 bei http://www.reuters.com.

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