Stefanies Familie will 875.000 Euro Schadensersatz und Schmerzensgeld vom Freistaat Sachsen
am 16.09.2006 von strafblog
Die Familie der im Januar entführten und erst nach 36 Tagen aus den Fängen eines vorbestraften Missbrauchstäters befreiten 14-jährigen Stefanie aus Dresden hat focus-online zufolge über ihren Rechtsanwalt Schadenersatz- und Schmerzensgeldforderungen in Höhe von insgesamt 875.000 Euro gegen die sächsische Landesregierung geltend gemacht. Eine entsprechende Forderung sei beim sächsischen Innenministerium eingegangen. Die Familie wirft der Polizei schwere Ermittlungspannen vor, die zu einer unnötigen Verlängerung des Leids des Kindes und der Familie beigetragen hätten. Für 32 Tage in den Händen des Entführers fordert Stefanies Anwalt 20.000 Euro pro Tag, das sind 640.000 Euro. Weiterhin sei zu berücksichtigen, dass Stefanie während dieser Zeit mehr als 100 mal sexuell missbraucht worden sei, was zusätzliche 160.000 Euro rechtfertige. Für die Eltern und den Bruder Stefanies fordert der Anwalt für die erlittenen psychischen Belastungen ein Schmerzensgeld in Höhe von insgesamt 75.000 Euro.
Anmerkung: Es ist schwer vorstellbar, dass ein Schmerzensgeld in der geltend gemachten Höhe in Deutschland durchsetzbar ist, selbst wenn man einen Ersatzanspruch dem Grunde nach unterstellt.
Autor: RA Rainer Pohlen
Kanzlei POHLEN + MEISTER
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» Fall Stefanie: Familie will Geld von Sachsen Aus aller Welt Panorama FOCUS Online in Kooperation mit MSN
Familie will Geld von Sachsen Die Familie der entführten Stephanie aus Dresden verlangt vom Freistaat Sachsen Schadenersatz und Schmerzensgeld in Höhe von insgesamt 875 000 Euro.
