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Staatsdoping oder Doping für den Börsengang?

am 26.05.2007 von http://kleinblog.com/

Ehrlichgesagt habe ich mich geistig bereits seit Jahren vom Radsport abgewendet. Klar ist, daß bereits seit Jahrzehnten im Peloton gedopt wird, einen prominenten Todesfall am Berg aufgrund eines Medikamentencocktails - Tom Simpson -gab es schließlich auch schon zu beklagen. Unvergessen , daß zu den Frühzeiten Cognac und Espresso zur Leistungssteigerung eingesetzt wurden. Oder Rotwein, um die Nerven vor der Abfahrt zu beruhigen…
Alle großen Helden der Tour sind besondere Menschen. Ihre Physis ist außergewöhnlich, ihr taktisches Gespür von besonderer Klasse. Aber natürlich ist ein bißchen mehr Leistung am Berg auch nicht zu verachten. Damit demontieren sich die Herrschaften selbst.
Immer, wenn in der Berichterstattung der Begriff “unglaublich” auftaucht, sollte man hellhörig werden. Es bleibt jedem selbst überlassen, die “unglaublichen” Leistungsexplosionen der letzten Jahre im Radsport mit der Liste der Dopingverdächtigen bzw. -geständigen zu überprüfen.
Gerade in Deutschland sollte aber noch eine weitere Komponente zu denken geben. Einerseits die harsche Verurteilung des Staatsdopings in der ehemaligen DDR - die menschenverachtende Zucht von Athleten ist zu recht scharf kritisiert worden. Andererseits die Tatsache, daß die Dopingvorwürfe im Team Telekom bis in das Jahr 1994 zurückgehen - in eine Zeit, als die Telekom noch nicht börsennotiert …

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