Tabubruch bei der ARD
Handakte WebLAWg | 15. Dezember 2005 — Wegen Stasi-Verquickungen hat der NDR den Vertrag mit Hagen Boßdorf wieder gelöst - doch das Erste will den Journalisten als Sp…
Die Staatsanwaltschaft Hamburg hat nach Informationen der WELT ein Ermittlungsverfahren gegen den ARD-Sportkoordinator Hagen Boßdorf wegen Verdachts der Abgabe einer falschen eidesstattlichen Versicherung und des Prozessbetruges eingeleitet. Dem wegen seiner angeblichen Stasi-Vergangenheit umstrittenen Journalisten wird vorgeworfen, im Zusammenhang mit seinen früheren Kontakten zur DDR-Auslandsspionage gegenüber einem Gericht unrichtige Angaben gemacht zu haben. Boßdorf wurde von der Stasi als "IM Florian Werfer" geführt. Der Leitende Oberstaatsanwalt Ehlers wird von der WELT mit den Worten zitiert, es gebe "einen schlüssigen Verdacht" gegen den Fernsehmann. Ein LKA-Beamter soll von der ARD die Herausgabe eines wissenschaftlichen Gutachtens zur Stasi-Verstrickung Boßdorfs gefordert haben. Dieses bislang unter Verschluss gehaltene Gutachten wurde von der ARD bei dem "Forschungsverbund SED-Staat der Freien Universität Berlin" in Auftrag gegeben. Die Birthler-Behörde hat heute weitere 30 Seiten Unterlagen freigegeben, welche die Beziehungen zwischen Boßdorf und der Stasi betreffen und angeblich den Verdacht erhärten, dass dieses aktiv mit der Staatsssicherheit zusammengearbeitet habe. Noch einen Tag vor dem Mauerfall stufte die Stasi Boßdorf laut den Dokumenten als zuverlässigen Mitarbeiter ein. Er habe zu einer Göttinger Studentin, die der damalige Leipziger Journalistikstudent als Agentin anwerben sollte, eine gezielt aufgebaute Beziehung" hergestellt und ein Dossier erarbeitet, heißt es in einem Stasi-Arbeitsbericht vom 8. November 1989. Am kommenden Mittwoch wollen die ARD-Intendanten auf ihrer Konferenz in Schwerin entscheiden, ob der im Frühjahr 2007 auslaufende Vertrag mit Boßdorf verlängert wird. Autor: RA Rainer Pohlen Kanzlei POHLEN + MEISTER
Erschienen 7. September 2006 auf http://www.strafblog.de.
Handakte WebLAWg | 15. Dezember 2005 — Wegen Stasi-Verquickungen hat der NDR den Vertrag mit Hagen Boßdorf wieder gelöst - doch das Erste will den Journalisten als Sp…
Handakte WebLAWg | 31. Januar 2006 — Der Sportjournalist Hagen Boßdorf hat im juristischen Streit um seine Stasi-Verstrickung eine Niederlage erlitten. Das Hamburge…
Handakte WebLAWg | 28. Juni 2006 — Hagen Boßdorf, umstrittener Sportkoordinator der ARD, darf nach einer Entscheidung des LG Berlin als Stasi-IM bezeichnet werd…
strafblog | 15. Mai 2006 — Die frühere Bundesjustiministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger hat die Bespitzelung von Journalisten durch den Bundesnachric…
Handakte WebLAWg | 28. Mai 2008 — Marianne Birthler, Leiterin der Stasi-Unterlagenbehörde, hat die Stasi-Vorwürfe gegen den Fraktionschef der Linkspartei, Gregor…
Handakte WebLAWg | 26. März 2005 — Wie mit den von der Stasi erstellten Dossiers über Personen umgegangen werden muss, regelt seit 1991 das Stasi-Unterlagengesetz…
Handakte WebLAWg | 28. Januar 2006 — Thomas Gruber, Intendant des Bayerischen Rundfunks, über den Fall Boßdorf, Trachtenglück und Qualitätsjournalismus: Der F…
Unternehmerarbeitsrecht | 6. Juli 2011 — …aber versetzbar. Derzeit sind in der Stasi-Unterlagen-Behörde noch 48 ehemalige hauptamtliche Stasi-Mitarbeiter tätig. Diesen …
Blog zum Medienrecht | 10. Dezember 2009 — Ein Dokumentarfilm von Fritz Pleitgen über die Bespitzelung der Springer-Presse durch die Stasi scheint nicht mit den Persönl…
Handakte WebLAWg | 6. Mai 2009 — Zum ersten Mal hat die Kanzlerin das ehemalige Stasi-Gefängnis in Berlin-Hohenschönhausen besucht. Im Gespräch mit Schülern pla…
DIE WELT im Internet: Ihr Online-Informationsdienst">