Srebrenica zehn Jahre nach dem Massaker
am 10.07.2005 von http://menschenrechte.blogg.de/
Täter dürfen nicht straflos bleiben
Zwischen dem 11. und dem 18. Juli 1995 wurden im bosnischen Srebrenica mindestens 8000 bosnisch-muslimische Männer und Jungen von bosnisch-serbischen Truppen ermordet. Zuvor hatten die Truppen die UN-Schutzzone eingenommen, in der sich Tausende bosnisch-muslimischer Flüchtlinge aufhielten, und Männer sowie Jungen systematisch von ihren Familien getrennt.
Srebrenica wurde damit zum Synonym für das größte Massaker in Europa seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Das Internationale Kriegsverbrechertribunal für das ehemalige Jugoslawien (Jugoslawien-Tribunal) stufte das Massaker als Völkermord ein. Obwohl sich einige mutmaßliche Täter vor dem Tribunal verantworten mussten, sind andere angeklagte Verdächtige wie der ehemalige Führer der bosnischen Serben Radovan Karadić und der bosnisch-serbische General Ratko Mladić sowie weitere mutmaßliche Täter noch auf freiem Fuß.
Warten auf Gerechtigkeit
Zehn Jahre nach dem Massaker warten die Frauen von Srebrenica immer noch auf Gerechtigkeit.
Sie warten darauf, dass die Männer, die ihre Ehemänner und Söhne getötet haben, vor Gericht gebracht werden.
Sie warten darauf, dass die Behörden der Republika Srpska, zu der Srebrenica heute gehört, sie darüber informieren, was mit ihren verschwundenen Familienmitgliedern geschehen ist.
Die Mehrheit wartet immer noch darauf, die Leichname ihrer Verwandten zurückzuerhalten, um sie beerdigen zu können.
Sie warten immer noch darauf, ihr Leben fortsetzen zu können.
Die Srebrenica-Kommission
Die bosnische Menschenrechtskammer forderte die Republika Srpska im März 2003 auf, alle Informationen über das Schicksal der Männer und Jungen von Srebrenica freizugeben und die Lage der Massengräber, in denen sich die Leichen der Opfer von Srebrenica befinden, offenzulegen. Außerdem verlangte die Menschenrechtskammer, die 1995 durch …
Lohn für die Familien der Mörder
Menschenrechte / Zwischen dem 11. und dem 18. Juli 1995 wurden im bosnischen Srebrenica mindestens 8000 bosnisch-muslimische Männer und Jungen von bosnisch-serbischen Truppen ermordet. Während die Opfer von Srebrenica von Sozialhilfe, also mit 20 bis 40 Euro im Mon…
Mehr als 450 Srebrenica-Opfer aus neuem Massengrab exhumiert
Menschenrechte / Im Nordosten Bosniens haben Gerichtsmediziner die sterblichen Überreste von mehr als 450 Opfern der serbischen Massaker in Srebrenica im Sommer 1995 exhumiert. Das teilte die bosnische Kommission für Vermisste mit. Das neue Massengrab nahe der Stad…
Balkan: Karadzic and Mladic auf freiem Fuß
Menschenrechte / Zehn Jahre nach dem Massaker von Srebrenica und keine Spur von den mutmaßlichen Drahtziehern NATO-Soldaten hätten bisher viel zu wenig unternommen, um die mutmaßlichen Hauptverantwortlichen für das Massaker von Srebrenica zu verhaften, erklärte…
Bosnien-Herzegowina: Vor 10 Jahren wurde Advo Palic aus der UNO-Schutzzone verschleppt
Menschenrechte / amnesty international ruft im September 2005 zu folgendem Appellfall auf: Oberst Avdo Palic wurde am 27. Juli 1995 von Soldaten der bosnisch-serbischen Armee aus der UNO-Schutzzone in Zepa verschleppt. Dort befand er sich, um Verhandlungen über di…
Völkermordprozess um das Massaker von Srebrenica vor UN-Tribunal in Den Haag eröffnet
strafblog / Wie welt.de berichtet, hat heute vor dem Haager UN-Tribunal der Prozess gegen 5 ehemalige Offiziere der bosnisch-serbischen Armee wegen Völkermordes, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen im Zusammenhang mit dem Massaker von Srebr…
Generäle auf der Anklagebank
Handakte WebLAWg / An diesem Freitag beginnt vor dem Kriegsverbrechertribunal in Den Haag der seit langem erwartete Srebrenica-Prozess. Genau drei Tage nach dem 11. Jahrestag des Massakers wird der maltesische Richter Carmel Agius gegen acht Mitglieder des bosnisch-ser…
