"Spiegel": Innenminister planen Amnestie für Waffenbesitzer

Berlin (Reuters) - Unter dem Eindruck des Amoklaufs von Winnenden bereiten die deutschen Innenminister nach einem "Spiegel"-Bericht eine Amnestie für Bürger vor, die ihre illegalen Waffen abgeben.

Voraussetzung solle sein, dass die Waffen zuvor nicht für eine Straftat verwendet worden seien, berichtete das Nachrichtenmagazin vorab. Unter anderem habe der baden-württembergische Justizminister Ulrich Goll (FDP) eine Amnestie vorgeschlagen. Auch das Bundesinnenministerium habe die Idee positiv aufgenommen, sagte sein Kabinettskollege, Innenminister Heribert Rech (CDU), dem Magazin.

Dem Bericht zufolge haben in den Wochen nach dem Amoklauf Hunderte Bürger ererbte oder seit Jahren unbenutzte Sportwaffen freiwillig bei den Behörden abgegeben. So seien alleine im Rems-Murr-Kreis, in dem Winnenden liegt, 370 Waffen abgeliefert worden. In Bremen seien dreimal so viele Pistolen und Gewehre abgegeben worden wie sonst üblich. Strittig ist offenbar zwischen den Behörden, was mit den Waffen passieren soll. Rech plädierte dafür, sie zu vernichten, statt zu verkaufen.



Quelle: Reuters (19. April 2009)

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Themen: Berlin , Germany , Cdu , Legislation , Western Europe , Europe , German General News , Crime; Law Enforcement , Domestic Politics , Central And Eastern Europe , Bremen , Waffen , Amoklauf , Amnestie , Sportwaffen

Erschienen 19. April 2009 bei http://www.reuters.com.

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