SPD kritisiert Deutschen Eishockey-Bund
am 18.04.2008 von SPORTRECHT
Die SPD-Bundestagsfraktion kritisierte den Deutschen Eishockey-Bund e.V. (DEB) wegen der verhängten Sanktionen gegenüber Florian Busch.
Schriftliche Erklärung der sportpolitischen Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion Dagmar Freitag vom 17.04.2008 im Wortlaut:
<Zum Entschluss des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB), den Profi Florian Busch nach einem verweigerten Dopingtest nur öffentlich zu verwarnen, erklärt die sportpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion Dagmar Freitag:
Wozu beschließt der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) im November 2006 einen “Anti-Doping-Aktionsplan”, wenn sich die Mitgliedsverbände nicht daran halten? Obwohl der besagte Aktionsplan im Dezember 2006 von der DOSB-Mitgliederversammlung in Weimar ohne Gegenstimme angenommen wurde, scheint sich der Deutsche Eishockey-Bund dem Regelwerk nicht verpflichtet zu fühlen. Existiert die “Null-Toleranz-Politik” doch nur auf dem Papier? Florian Busch, Eishockeynationalspieler und Profi bei den Berliner Eisbären, hat einen Dopingtest verweigert - und nicht etwa verpasst. Hier liegt nämlich der Unterschied: Ein verpasster Dopingtest kann eine Verwarnung nach sich ziehen - ein verweigerter Test kann keinesfalls nachgeholt werden, bleibt ein verweigerter Test und muss eine Sperre nach sich ziehen.
Nach allem was man weiß, hat der DEB die “Notbremse” ziehen wollen und seinen Athleten fünf Stunden später ans Röhrchen gebeten. Athlet und Verband - Hand in Hand?
Jeder, der sich mit der Wirkung von Dopingmitteln nur ein wenig auskennt, weiß, dass beim Abbau von verbotenen Substanzen fünf Stunden “die Rettung sein können”.
Wo kommen wir hin in der Dopingbekämpfung in Deutschland, wenn sich andere Verbände …
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