SPD kommt nicht aus dem Umfragetief
Reuters | 2. September 2009 — Berlin (Reuters) - Die SPD kommt zu Beginn der heißen Phase des Wahlkampfs nicht aus dem Stimmungstief. Im wöchentlichen Ster…
Berlin (Reuters) - Die SPD kommt zu Beginn der heißen Phase des Wahlkampfs nicht aus dem Stimmungstief.
In mehreren am Mittwoch veröffentlichten Umfragen verharrte sie auf ihren Werten der Vorwochen und würde damit momentan nur einen Stimmenanteil von 22 bis 24 Prozent erreichen. Die Wunsch-Koalitionspartner Union und FDP könnten den Erhebungen zufolge zusammen mit 49 bis 50 Prozent rechnen. Die Umfragen fanden allerdings weitgehend vor den Landtagswahlen in drei Bundesländern vom vergangenen Sonntag statt, so dass sich deren Auswirkungen auf die Wählerstimmung darin noch nicht niederschlägt.
Im wöchentlichen Stern-RTL-Wahltrend verharrt die SPD bei 22 Prozent, wie das Magazin meldete. Zwischen Union und FDP ermittelte Forsa nur einen Punkt Verschiebung: Für CDU und CSU würden demnach 36 Prozent der Wähler stimmen und damit etwas weniger als in der Vorwoche, wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre. Die FDP gewann einen Punkt auf 14 Prozent. Die Grünen liegen bei zwölf Prozent und damit ebenso wie die Linke bei zehn Prozent unverändert.
Auch der neuen Erhebung des Allensbach-Instituts für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" kamen die Sozialdemokraten mit 23 Prozent nicht über ihren Wert aus der Vorgängererhebung vor zwei Wochen hinaus. Die Union gab einen Punkt auf 35,5 Prozent ab, die FDP verlor einen halben Punkt auf 14 Prozent. Die Grünen konnten sich einen halben Punkt auf 13,5 Prozent steigern, die Linke gewann ebenfalls einen halben Punkt und erreicht damit in der Sonntagsfrage 9,5 Prozent.
Bei Emnid stagniert die SPD in der Sonntagsfrage bei 24 Prozent. Die Union gab einen Punkt ab auf 35 Prozent, die FDP erreichte unverändert 14 Prozent. Die Linke schloss einen Punkt auf elf Prozent zu den Grünen auf, die einen Punkt abgaben.
Im direkten Vergleich der Spitzenkandidaten führt Bundeskanzlerin Angela Merkel unverändert mit großem Abstand vor ihrem Herausforderer Frank-Walter Steinmeier. Laut Forsa würden bei einer bei einer Direktwahl des Kanzlers 57 Prozent für die Amtsinhaberin stimmen und nur 18 Prozent für den SPD-Kanzlerkandidaten. Bei Allensbach gaben 51 Prozent an, Merkel zu bevorzugen, für Steinmeier sprachen sich ebenfalls 18 Prozent aus.
Für die Forsa-Umfrage wurden vom 25. bis 31. August 2502 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger interviewt, die Allensbach-Erhebung fand vom 19. bis 26. August statt. Emnid befragte zwischen dem 24. und 31. August 3195 Wahlberechtigte.
Erschienen 2. September 2009 bei http://www.reuters.com.
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