SPD fordert weitere Korrekturen bei Gesetzentwurf für Scoring

Berlin (Reuters) - Die SPD fordert nach der Regierungseinigung über die Neuregelung des Datenschutzes beim sogenannten Scoring weitere Korrekturen.

"Das betrifft klitzekleine Details, die aber auch wichtig sind", sagte der SPD-Innenexperte Klaus Uwe Benneter Reuters am Dienstag. Grundsätzlich bedeute der neue Gesetzentwurf jedoch eine wesentliche Verbesserung für die Verbraucher. Vor allem die Informationsrechte der Bürger würden gestärkt und das Scoring erstmals gesetzlich geregelt.

Vor allem Banken, Telefonanbieter und Versandhändler bedienen sich dieser Methode, um die Kreditwürdigkeit neuer Kunden zu überprüfen. Sie nutzen dazu Daten, die Auskunfteien in großem Stil über Privatpersonen und Firmen sammeln. Beim Scoring werden diese Informationen statistisch so hochgerechnet, dass am Ende das Ausfallrisiko eines Kredites mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit angegeben werden kann. Auch Wohnungs- und Versicherungswirtschaft arbeiten zunehmend mit den Auskunfteien zusammen.

Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) will am Mittwoch nach der Kabinettssitzung in Berlin den Entwurf zur Änderung des Datenschutzgesetzes vorstellen. Ziel ist es, Arbeit von Auskunfteien und das von ihnen betriebene Scoring transparenter zu machen.



Quelle: Reuters (29. Juli 2008)

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Themen: Berlin , Spd

Erschienen 29. Juli 2008 bei http://www.reuters.com.

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