Spammer verfolgen – Teil 2

Ich komme mit diesem Beitrag der Bitte nach genauer darzustellen, wie ich Spammer verfolge.

Erstmals muss man sich vor Augen halten, dass Spam eine wirklich fiese Angelegenheit ist. Wir haben ein Medium über das wir Kommunizieren wollen, alles ist neu und unberührt. Durch Spamnachrichten nehmen wir auf psychologischer Ebene aber immer etwas Frust mit, der aus dem Umstand resultiert, dass wir zusätzliche unnötige Arbeit bekommen und auch irgendwie nicht ernst genommen werden. Wenn das der Staat machen würde, könnte man es mit Willkür bezeichnen.

Das fiese am Spammen liegt darin, dass der Aufwand Spam zu versenden vergleichsweise gering ist.

Um gegen Spammer vorzugehen sollten wir daher auch den geringstmöglichen persönlichen Aufwand betreiben, dabei nutze ich als erstes aus, dass viele Registrare bei denen Domainnamen “liegen” auch Hosting Provider sind denen Spam in wirtschaftlicher Hinsicht ein Dorn im Auge ist. In rechtlicher Hinsicht bräuchten wir zumindest inDeutschland eine Kausalität als Störer und was uns in dem Fall von Spam stört ist nicht die Webseite auf die verwiesen wird sondern der Eintrag selbst. Hier kann man nur aufgrund der Interessen vermuten aber meist nicht beweisen, dass die gleichen Urheber dahinter stecken. Aber mal ehrlich, wenn ich als hinterhältiger Unternehmer einem Konkurrenten eins auswischen wollte (davon hält mich aber mindestens der Staus als Anwalt ab) dann würde ich in allen Blogs und Foren liebe Links auf die Konkurrenz hinterlassen. Es ist also nicht gesagt, dass ein Eintrag tatsächlich vom Ziel des Links veranlasst wurde.

Zum Glück sind Registrare aber nicht Zivilrichter, die interpartes entscheiden, sondern Registrare sind Unternehmer. Für einen Registrar kann es sich mehrfach nachteilig auswirken unseriöse Diensteanbieter zu beheimaten. Wenn ich also eine Meldung wegen Spam auf meinem Blog mache, dann kann es sein, dass das Sperren der entsprechenden Internetseite vom Registrar ganz anders begründet wird. Das kann ein AGB-Verstoß sein oder der Umstand, dass nach Überprüfung falsche Zahlungsangaben vorliegen, weil zwar Geld für Hosting Dienstleistungen angekommen ist aber keiner weiß am Ende von woher und da gibt es vielleicht nationale Gesetze gegen Geldwäsche und dergleichen, die dann als Begründung für das Handeln vom Registrar “vorgeschoben” werden können.

Den Registrar findet man natürlich über eine whois Abfrage der entsprechenden TLD-Datenbank. Die E-Mail Adresse oder das Kontaktformular für entsprechende abuse notifications (das ist eigentlich ein Begriff aus dem Domainnamensrecht) findet man meist unter dem Punkt “privacy” oder zu Deutsch “Datenschutz”, “Datenschutzerklärung”, “Datenschutz, “Datenschutzrichtlinie” usw… entsprechende E-Mailadressen heißen dann z.B.: legal@enom.com, abuse@1and1.com (für 1und1 USA) usw….

Da das Ganze dann auch etwas vom Willen und der Einschätzung…

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Themen: Staat , Unternehmer , Konkurrenten

Erschienen 21. September 2011 auf http://das-richtige.de.

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