Getötete Bundeswehr-Soldaten nach Deutschland überführt
Reuters | 23. Oktober 2008 — Berlin (Reuters) - Die Leichname der zwei bei einem Selbstmordanschlag in Afghanistan getöteten Bundeswehr-Soldaten sind nach D…
Berlin (Reuters) - Mit einer Trauerfeier haben die deutschen Soldaten im nordafghanischen Kundus am Mittwoch Abschied von ihren beiden getöteten Kameraden genommen.
Der Kommandeur des Lagers, Oberst Rainer Buske, würdigte den Einsatz der 22 und 25 Jahre alten Soldaten, die ein Selbstmordattentäter am Montag zusammen mit fünf afghanischen Kindern in den Tod gerissen hatte. "Gemeinsam mit ihren Fallschirmjägerkameraden haben sie Nacht für Nacht für Sicherheit gesorgt", sagte Buske laut einer Pressemitteilung der Bundeswehr in Kundus.
Die beiden getöteten Soldaten waren mit ihrer Einheit als Verstärkung nach Kundus geschickt worden, weil sich die Sicherheitslage dort zunehmend verschlechtert hatte. Am Montag sicherten sie eine großangelegte Suchaktion nach Waffenlagern ab, als sich der Attentäter auf einem Fahrrad neben ihnen in die Luft sprengte. Bereits Ende August war ein Soldat ihres Bataillons in Zweibrücken nahe Kundus durch eine Sprengfalle getötet worden.
Die beiden Soldaten hätten die Gefahren ihres Einsatzes gekannt, sagte der deutsche Kommandeur der Nordregion, General Jürgen Weigt, bei der Trauerfeier. "Sie sind trotzdem gekommen", fügte er hinzu. Das, was die Soldaten in Afghanistan erlebten, sei perfider Terror, der auch nicht davor Halt mache, Kinder mit in den Tod zu reißen. Mit einem Ehrenspalier gaben Soldaten und zivile Mitarbeiter des Lagers den beiden Getöteten das letzte Geleit. Am Abend sollte das Flugzeug mit den Särgen an Bord in Zweibrücken eintreffen. Auch einer der beiden bei dem Anschlag verletzten Soldaten wird mit der Maschine ausgeflogen. Am Freitag will Verteidigungsminister Franz Josef Jung an der Trauerfeier in Zweibrücken teilnehmen.
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