So viel ist ein Rechtsanwalt wert…
…lese ich gerade im Lawblog meines Kollegen RA Vetter aus Düsseldorf.
In der renommierten NJW findet sich eine Jobanzeige, in der eine Kanzlei zwei Rechtsanwälte sucht. Wie gut, dass Papier (auch virtuelles) wirklich geduldig ist.
Kurz zur Erinnerung: Man muss erstmal Jura studieren, was im Schnitt rund 12 Semester dauert. Das endet mit dem 1. Staatsexamen. Danach ein zweijähriges Referendariat machen. Wieder ein Staatsexamen bestehen. Nach den 8 (fetten) Jahren kann man dann eine Zulassung als Rechtsanwalt beantragen - diesmal ohne Prüfung.
In der Stellenanzeige wird ein monatliches Bruttogehalt von 1.250,00 € angeboten. Ausgehend von einem unverheirateten Junganwalt, der Steuerklasse 1 hat, bleibt davon rund 900,00 € netto. In einem Jahr werden Einnahmen in Höhe 10.800,00 € generiert.
Das steuerliche Existenzminimum liegt für Alleinstehende bei 7.664,00 € jährlich. Da läge man ja etwas “drüber”.
Natürlich muss man als Rechtsanwalt zu Anfang einiges lernen; auch das haben die Anbieter bedacht: persönliche Hilfestellungen des Senioschefs bei Krankenfahrten gehören dazu. Gut, wenn man Zivildienst geleistet hat und evtl. mit so etwas Erfahrung hat.
Eines sei aber nicht verschwiegen: Immer noch besser als die zahlreichen freien Mitarbeiter, die Quasi-Praktikantenstatus haben und sehen müssen, wo Sie bleiben (Krankenversicherung, Versorgungswerk etc.)…
Bitte beachten Sie: Dieser Artikel ist nicht mehr im Original verfügbar.Themen: Jura , Steuern , Rechtsanwalt Studieren
Erschienen 7. November 2007 auf http://www.joora.de/wordpress.
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