(Jetzt auch) BGH: Onlinepoker ist erlaubnispflichtiges Glücksspiel (Volltext)
Onlinespielerecht | 15. Dezember 2011 — Poker – jedenfalls in der auf Onlinepokerplattformen sehr beliebten Variante Texas Hold’em – ist nach Auffassung des BGH ein – …
Auf gamebizz.de schreibt Sven Ivo Brinck über das immer populärer werdende Geschäftsmodell der Skillgames – Onlinespiele bei denen um echtes Geld gespielt wird. Da heisst es:
Dieses Geschäftsmodell ist in Deutschland und vielen weiteren Ländern legal, da es sich um Geschicklichkeitsspiele handelt.
Das ist im Grundsatz richtig, verdient aber aus rechtlicher Sicht eine etwas genauere Betrachtung. Die Abgrenzung zwischen Glücks- und Geschicklichkeitsspielen ist nämlich nicht immer so glasklar. Und Glücksspiele sind jedenfalls dann erlaubnispflichtig, wenn ein Einsatz verlangt wird (dessen Wert nicht völlig unerheblich ist).
Grundsatz
Bei einem Glücksspiel entscheidet über Gewinn und Verlust überwiegend der Zufall, also unberechenbare, dem Einfluss der Beteiligten entzogenen Faktoren. Bei einem Geschicklichkeitsspiel (neudeutsch Skillgame) hängen Gewinn und Verlust von Wissen, Talent und Fähigkeiten des Spielers ab.
Konkrete Einordnung
Die Frage, in welche Kategorie ein Spiel nun einzusortieren ist, kann dennoch Probleme bereiten. Häufig hängt das Ergebnis eines Spiels sowohl vom Zufall als auch von den Fähigkeiten des Spielers ab. In tatsächlicher Hinsicht kommt es da auch auf die Fähigkeiten der Spieler an. Ein sehr schweres Spiel, bei dem etwa eine besonders schnelle Hand-Augen-Koordination die Erfolgsschancen erhöht kann für die Mehrzahl der Spieler Glücksspiel sein, dagegen für einige besonders talentierte Spieler auch Geschicklichkeitsspiel. Rechtlich kann aber für jedes Spiel nur eine einheitliche Bewertung erfolgen, wobei dann auf den durchschnittlichen Spieler abgestellt wird (vgl. BGHSt 36, 74 zum “Hütchenspiel”).
Ähnlich kann es liegen, wenn der Spieler zum Gewinnen zwar eine Quizfrage beantworten muss und damit vordergründig ein Geschicklichkeitsspiel vorliegt. Oft sind die Fragen aber für jeden Teilnehmer extrem leicht zu beantworten (”Wie viele…
» Vollständiger ArtikelErschienen 30. November 2009 auf http://spielerecht.de.
Onlinespielerecht | 15. Dezember 2011 — Poker – jedenfalls in der auf Onlinepokerplattformen sehr beliebten Variante Texas Hold’em – ist nach Auffassung des BGH ein – …
Anwaltskanzlei Ferner Alsdorf | 1. Februar 2010 — Veranstaltet jemand im Internet ein Rätselspiel, handelt es sich um ein Geschicklichkeitsspiel, nicht um ein Glücksspiel, da di…
Im Namen des Volkers | 7. Februar 2010 — Die Beklagte betrieb im Internet eine Veranstaltung mit der Bezeichnung «Geschicklichkeitsspiel». Dieses Spiel beinhaltete zehn…
Recht für Verbraucher | 7. November 2006 — Geschicklichkeitsspiel? - Abzocken mit dubiosem Rate-Quiz im Internet Spielregeln spülen Geld in die Kasse des Website-Betreibe…
Werle-Rüdinger & Dr.Schoch | 22. Oktober 2010 — Eine außerordentliche Kündigung des Arbeitsverhältnisses eines Fußballtrainers ist auf Grund eines dreimaligs Schlagens mit dem…
RA J. Melchior, Wismar | 24. Oktober 2006 — Die Abzocktricks nehmen kein Ende: Die Seite www.das-tvquiz.com verspricht Gewinne a la „Wer wird Millionär" online. Wie bei …
Blickpunkt Recht & Steuern | 17. Januar 2008 — Ene Spielbank muss einem Spieler trotz Sperre einen größeren Gewinn auszahlen, wenn sie ihn jahrelang unkontrolliert hat spiele…
Jurabilis | 13. Februar 2006 — In den Kommentaren zum Beitrag "Hütchenspieler am Alex-Turm" kam die Frage auf, ob Hütchenspiele denn tatsächlich - wie von mir …
NEBGEN | 15. Dezember 2011 — Pokern ist ein Glücksspiel. Der BGH hat gesprochen, berichtet wurde unter anderem hier. Eine seltsame Entscheidung. Der Leitsatz…
Rechtslupe | 4. März 2010 — Veranstaltet jemand im Internet ein Rätselspiel, so handelt es sich nach einem Urteil des Amtsgerichts Müchen nicht um ein Glüc…
Fragt man heute Branchenkenner nach Onlinespielen oder Casual Games, bekommt man viele Antworten und Informationen. Namen und Beispiele für Erfolgsgeschichten