Ski-Wetter und Schleichwerbung
am 26.12.2007 von e-commIn der Serie Mit dem Rundfunkrecht durch die Jahreszeiten (siehe zuletzt hier) sind wir nun im Winter angelangt: beim Ski-Wetter. Das war - im Jahr 2005 - ein Programmteil des ORF-Fernsehprogramms, der beim Zuseher - wie dies der Bundeskommunikationssenat (BKS)festgestellt hat - zunächst den Eindruck erweckte, dass er ein spezieller Teil der Sendung „ZIB-Wetter“ sei. Der Zuseher konnte demnach davon ausgehen, dass das redaktionelle Informations-Programm über das Wetterfortgesetzt wird.Tatsächlich aber wurde ein werblich gestalteter Beitrag über eine bestimmte Region gesendet, für den auch ein Entgelt geleistet wurde. In der Entscheidung des BKS wurde daher Schleichwerbung (§ 14 Abs. 2 ORF-G) festgestellt, die vom ORF dagegen erhobene Beschwerde wurde nun vom Verwaltungsgerichtshof mit Erkenntnis vom 14. November 2007 abgewiesen.Bemerkenswert ist das im Erkenntnis referierte Beschwerdevorbringen des ORF: demnach entspreche es dem Grundsatz ordnungsgemäßer wirtschaftlicher Gebarung, solcher Art lukrierbare Zuschüsse zum redaktionellen Programm zu erwerben.Der ORF wurde auch aktiv: die Österreich-Werbung [im BKS-Bescheid nicht anonymisiert], die nach den Feststellungen des BKS den Spezialwetterbericht um 5.615,-- € angeboten hatte, wurde aufgefordert, das Angebot im Internet zu entfernen - was auch geschehen ist.Zur offenbar schwierigen Unterscheidung zwischen Werbung und (redaktionellem) Programm habe ich vor einiger Zeit etwas zur ORF-Tochter tw1 gepostet. Auch hier dürfte jemand aktiv geworden sein und hat immerhin bewirkt, dass die direkten Angebote zum Kauf redaktioneller Sendezeit nicht mehr im Internet verfügbar sind. So ist zum Beispiel auch der Produzent von tourtv, der im vergangenen Mai noch TKPs für redaktionelle Beiträge angepriesen hat, nun vorsichtiger geworden; auf seiner Website heißt …
Wetten, dass.. es Werbung ist?
e-comm / Dass Thomas Gottschalk Werbung macht, ist an sich weder neu noch verboten. Dass die Werbung aber gleich direkt in der Sendung Wetten, dass ..? gemacht wird, ohne jegliche Trennung, das ist jedenfalls nach dem ORF-Gesetz unzulässig - wie nun erstmals…
Beiträge zu verkaufen - garantierte Sendezeit - und fast öffentlich-rechtlich
e-comm / Tatsächlich leistet TW1 NEU aus seinen kommerziellen Einnahmen bereits jetzt ein beachtliches öffentlich-rechtliches Programmangebot - sagt Professor Mück, der es ja wissen muss.Offenbar geblendet vom grundlegenden Umbau des TW1-Programms, der nu…
Nochmals TW1: Werbung oder Programm?
e-comm / Warum Werbespots schalten, wenn man auch gleich ganze Beiträge kaufen kann: der Produzent einer Magazinsendung für TW1 wirbt offen mit TKPs für Beiträge (siehe Ausschnitt oben, am 1.5.2007 gefunden unter den Mediadaten auf der Website zum Magazin…
No more angels? KommAustria stellt Erlöschen der Zulassung von Telemedial fest
e-comm / Der legendäre Sender Kanal Telemedial - das ist der mit der Engelenergie - war seit 2006 mit einer österreichischen Zulassung (Änderung) als Fernsehveranstalter tätig, hatte aber - so der Bescheid der KommAustria vom 5. Juni 2008 (nicht rechtskrÅ
Urteil: Nichtigkeit eines Vertrages über redaktionelle Werbung
LAWCAST.DE / OLG Düsseldorf, Urteil vom 31.10.2006 I23 U 30/06 (nicht rechtskräftig) Die Klägerin vertreibt ein Magazin, in dem Unternehmen kostenpflichtig dargestellt werden, ohne dass deutlich gemacht wird, dass es sich um eine werbliche Berich…
...streng von den Juristen des ORF überwacht ...
e-comm / Nachdem vorgestern erste Hinweise auf Auffälligkeiten eingegangen waren, hat der Westdeutsche Rundfunk heute die Zusammenarbeit mit Prof. Hademar Bankhofer (siehe dazu hier) beendet. In der Presseaussendung dazu heißt es, dass aus Sicht des WDR der…
