BfS prüft Strahlenbelastung von Mitarbeitern im Endlager Asse
Reuters | 22. Mai 2009 — Berlin (Reuters) - Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) lässt die Strahlenbelastung aller ehemaligen und derzeitigen Mitarbei…
Die Horror-Befürchtung von Mitarbeitern von Einrichtungen, bei denen man gesundheitsliche Strahlenschäden befürchten muss, nämlich die Erkrankung an Krebs, bewahrheitet sich jetzt nach und nach bei Personen, die im skandalumwitterten Atommüll-Lager Asse bei Wolfenbüttel in der Nähe von Braunschweig eingesetzt waren.
Die Zahl früherer Asse-Mitarbeiter, die an Krebs leiden oder gelitten haben, steigt. Zwei weitere Fälle sind bekannt.
“Wir werden in den nächsten Tagen drei Personen anhören”, sagte der (einer der unzähligen) Sprecher der Braunschweiger Staatsanwaltschaft, Joachim Geyer. Alle seien offenbar gesundheitlich betroffen. Bei einem 59-jährigen Wolfenbütteler war nach Informationen der Braunschweiger Zeitung im Dezember 2005 ein Rachenkarzinom festgestellt worden. Der Mann arbeitete nach eigener Aussage von Februar 1988 bis Ende 1992 in der Asse.
Wie der an Leukämie erkrankte Eckbert Duranowitsch war er in der “Gruppe Geotechnik” eingesetzt. “Wir haben unter anderem Bohrlöcher mit Laugen verfüllt”, so der Mann zu der Braunschweiger Zeitung. Das Bundesamt für Strahlenschutz hat zum Fall Duranowitsch ein Gutachten in Auftrag gegeben. Der frühere Asse-Betreiber, das Helmholtz-Zentrum München, hat Vorwürfe einer gesundheitsgefährdenden Strahlengefahr für Asse-Mitarbeiter bereits im Fall Duranowitsch zurückgewiesen.
Diese Woche war bekannt geworden, dass in der Asse radioaktiv belastete Laugen bereits 1988 umgepumpt wurden. Wie hoch sie belaste…
» Vollständiger ArtikelErschienen 15. Februar 2009 auf http://www.vier-strafverteidiger.de.
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