Nur 5 Mahnungen
Stuttgart Inkasso | 28. Mai 2010 — Vorhin rief ein Mann an und schien völlig überrascht zu sein, dass er von einem Inkassounternehmen Post bekommen hat. Ob es d…
So lautete der fett gedruckte erste Satz eines Schreibens, das ich vor einigen Tagen von einer Freundin erhielt und das sie wiederum von einem Inkassounternehmen bekommen hatte. Was war passiert? Wieder mal war jemand so doof, sich irgendwo im Internet auf der Suche nach dem Adobe Reader auf einer Abzockerseite anzumelden -so dachte ich jedenfalls zunächst. Das Inkassounternehmen will also (neben der ca. 60 EUR Hauptforderung) 12% Verzugszinsen, 5 EUR Mahnkosten, 12 EUR Lastschriftkosten und ca. 70 EUR Inkassokosten. Diese Forderungen werden im gängigen Urteilsstil nur begründet mit "(BGB §284, 286)". Daneben noch reichlich Drohungen mit Kreditauskunfteien, Lohn-, Renten-, Arbeitslosengeldpfändungen, Vertragsanwälten, Gerichtsvollziehern, der Staatsanwaltschaft etc. Ein Blick auf die restliche Internetseite des Inkassounternehmens machte mir ziemliche Angst. Forderungen würden "konsequent verfolgt", Briefe "gerichtsfest zugestellt" und Mahnungen "verzugsbegründend ausgeführt". Profis also, keine Frage. Auf der zweiten Seite des Schreibens kam aber eine Überraschung. Es ginge um ein Gewinnspiel, das telefonisch "beauftragt" worden sein soll. Selbiges Telefonat soll, natürlich nach ausdrücklicher Zustimmung, aufgezeichnet worden sein und wird unter beigefügtem Link als MP3 zur Verfügung gestellt. Ich lade mir die MP3 runter und kann dort einen netten Plausch hören. Bemerkenswert hierbei war, dass sämtliche Zustimmungen mit einem "Ja" abgegeben worden sein sollen, das sich stets identisch anhört und nach der Tonfarbe zu dem eingänglichen "Ja" passt, das der Angerufene beim Abheben des Hörers abgegeben hat. Hinzu kam, dass das Gespräch mehrfach abgehackt wirkte, fast so, als wäre es zusammengeschnitten. Außerdem kam mir die Stimme der Gegenseite überhaupt nicht bekannt vor. Nach dem Lesen des letzten (unfreundlichen) Satzes im Brief, stellte sich eine Art "Anwaltsklausur…
» Vollständiger ArtikelErschienen 17. Mai 2010 auf http://www.jurabilis.de.
Stuttgart Inkasso | 28. Mai 2010 — Vorhin rief ein Mann an und schien völlig überrascht zu sein, dass er von einem Inkassounternehmen Post bekommen hat. Ob es d…
Conle§i | 1. Februar 2012 — Ende letzten Jahres ging das Thema „Kanzlei verkauft Abmahnforderungen“ durchs Netz: . http://conlegi.de/?p=3051. Inzwischen ma…
Red Tape | 18. Oktober 2010 — Dazu liefert Wikipedia schon einmal einige Gründe. Praktisch gesehen liefern aber die Inkassounternehmen selber die Gründe. …
MEDIEN INTERNET und RECHT | 23. Oktober 2008 — 1. Die Geltendmachung tatsächlich nicht existenter Forderungen durch ein Inkassounternehmen, denen kein gültiger Inkassoauftrag zu…
Red Tape | 18. Oktober 2010 — Dazu liefert Wikipedia schon einmal einige Gründe. Praktisch gesehen liefern aber die Inkassounternehmen selber die Gründe. …
ent-schuldigung.de | 7. Dezember 2011 — Verbraucher klagen schon lange über unseriöse Inkassopraktiken. Willkür und Phantasiegebühren kennzeichnen die Inkassokosten. D…
ent-schuldigung.de | 7. Dezember 2011 — Verbraucher klagen schon lange über unseriöse Inkassopraktiken. Willkür und Phantasiegebühren kennzeichnen die Inkassokosten. D…
Andere Ansicht | 18. März 2008 — Die Unterhaltung mit Inkassounternehmen kann mitunter ganz unterhaltsam sein. Udo Vetter hat gerade der Deutschen Inkasso-Stelle g…
Anja Neubauer | 23. September 2011 — Das Berliner Verwaltungsgericht musste sich mit der Frage auseinandersetzen, ob die Deutsche Zentralinkasso GmbH weiterhin ih…
Rechtsanwälte Spoth Beyer Reidlingshöfer | 3. Januar 2011 — Mit Beschluss vom 09. November 2011 hat das AG Meldorf den Erbscheinsantrag, den ein Inkassounternehmen für eine Gläubigerin de…